Brasilien startet an diesem Montag (19.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Sechzehntelfinale gegen Japan in die K.o.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Seleção hat sich bislang nicht als Topfavorit präsentiert, doch Trainer Carlo Ancelotti erinnert an den Triumph von 1994, als Brasilien ebenfalls ohne großen Glanz den Titel holte.
Ancelotti: „Wir spielen als ein Team“
Der Italiener Carlo Ancelotti, 1994 noch Co-Trainer Italiens, ist nun Chefcoach Brasiliens. Er betont die Entwicklung seiner Mannschaft seit dem 1:1 zum Auftakt gegen Marokko: „Wir spielen als ein Team.“ Angesichts des Fehlens von absoluten Topstars im Kader des Rekordweltmeisters ist dies ein wichtiger Faktor.
Parallelen zum WM-Titel 1994
Ex-Kapitän Carlos Dunga sieht Parallelen zur WM 1994, als Brasilien nach 24 Jahren wieder triumphierte. „Diese Mystik spricht für uns. Das ist ein gutes Omen“, sagte Dunga der „Sport Bild“. Auch damals spielte Brasilien nicht spektakulär, sondern setzte auf Arbeit statt Zauberei – ein Stil, der Trainer Carlos Alberto Parreira recht gab. Torwarttrainer Cláudio Taffarel war 1994 als Elfmeter-Killer dabei.
Ancelotti und die Sehnsucht der Nation
Ancelotti hat aus der WM 1994 viel gelernt, wie er sagt: „über die Aufregung, die Vorbereitung und die Opfer, die man bringen muss, um ein Finale zu erreichen.“ Er singt die Hymne leidenschaftlich mit und wird von den Profis geschätzt. Abwehrchef Marquinhos lobt ihn als „Gewinnertyp“. Marquinhos selbst kennt lange Leiden aus seiner Zeit bei Paris Saint-Germain, das 2025 erstmals die Champions League gewann.
Favoritenrolle und Hoffnungsträger
Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, ebenfalls 1994 dabei, bezeichnet Brasilien als seinen Titelfavoriten – und wird dafür oft als verrückt erklärt. Ob die Seleção an die Erfolge von 1994 anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Mannschaft um Vinícius Júnior will in die Fußstapfen von Romário treten, während Marquinhos als Kapitän an Dunga erinnert.



