Das Privatleben von Samir Xaud (42), Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF, sorgt in Brasilien für Aufsehen. Laut brasilianischen Medien soll der Mediziner zunächst seine Geliebte auf Verbandskosten nach New York eingeflogen und in einem Luxushotel untergebracht haben, bevor er zum Eröffnungsspiel der WM nach Mexiko-Stadt reiste, wo er seine Ehefrau traf.
Luxushotel und edles Restaurant für die Geliebte
Bei der Geliebten handelt es sich um Fitness-Unternehmerin Camila Cristina Andrade. Sie wohnte Anfang Juni für acht Tage im Hyatt Regency Grand Central in Manhattan. Die Buchung, die auf Xauds Namen lief, kostete rund 11.500 Dollar (etwa 10.020 Euro). Paparazzi-Fotos zeigen das Paar beim Abendessen im Harry Cipriani, einem italienischen Restaurant am Central Park, das für Prominente, Banker und Sportfunktionäre bekannt ist. Ein Abendessen mit Wein und Vorspeise kostet dort rund 300 Dollar.
Verbandskosten für private Vergnügen
Nach dem New-York-Ausflug soll Xaud seine Geliebte allein in der Stadt zurückgelassen haben und nach Brasilien zurückgekehrt sein. Am 8. Juni besuchte er dort ein Frauen-Länderspiel. Anschließend reiste er zum ersten WM-Spiel nach Mexiko, wo er Natalia traf, seine Ehefrau seit 20 Jahren, mit der er drei Kinder hat. Den Berichten zufolge ließ sich Xaud das Hotel für seine Geliebte sowie weitere Ausgaben während des New-York-Trips vom CBF bezahlen – und das nicht zum ersten Mal. Bereits im Dezember 2025 habe er die brasilianische Influencerin Tamares Fernandes Barcellos auf Verbandskosten zu einem Turnier nach Katar geschickt, inklusive Business-Class-Flug und Aufenthalt im Ritz Carlton. Allein das Hotel schlug mit 3.400 Dollar zu Buche.
Verband weist Vorwürfe zurück
Aufgrund des öffentlichen Drucks veröffentlichte der CBF eine Erklärung: „Der Brasilianische Fußballverband (CBF) weist die heute vom Portal Léo Dias veröffentlichten Informationen über einen angeblichen Missbrauch von Verbandsgeldern zurück. Sämtliche Ausgaben der Organisation stehen ausschließlich im Zusammenhang mit den institutionellen Aktivitäten der CBF. Persönliche Ausgaben ihrer Funktionäre werden von diesen selbst getragen.“ Ob diese Erklärung die brasilianische Öffentlichkeit und insbesondere Xauds Ehefrau beruhigt, bleibt fraglich.



