Die iranische Fußball-Nationalmannschaft darf für ihr letztes Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle früher in die USA einreisen. Das gab Cheftrainer Amir Ghalenoei am Samstag bekannt, einen Tag vor dem Duell mit Belgien im Los-Angeles-Stadion. „Für das letzte Spiel haben sie uns erlaubt, selbst zu entscheiden bei den Reiseplänen. Für die beiden ersten Spiele haben andere diese Entscheidungen und Pläne für uns gemacht“, sagte Ghalenoei.
Reisebeschränkungen belasten iranisches Team
Wie schon zum Auftakt gegen Neuseeland reiste die iranische Mannschaft auch für die Partie gegen Belgien erst am Tag vor dem Spiel vom Teamquartier in Mexiko in die USA. Ursprünglich war sogar eine Anreise erst am Spieltag selbst vorgesehen. Hintergrund sind die diplomatischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA, die zuletzt durch ein Rahmenabkommen etwas entschärft wurden. Die Mannschaft musste zudem noch am Abend des Spiels wieder ausreisen. Ghalenoei zeigte sich irritiert: „Ich verstehe nicht, warum eine frühere Anreise nicht schon für diese Spiele möglich gewesen sei.“
Keine formelle Beschwerde bei der FIFA
Der iranische Verband hatte aufgrund der Reisebeschränkungen eine Beschwerde beim Weltverband FIFA angekündigt. In einer Stellungnahme hieß es, die Beschränkungen seien nicht mit den Grundsätzen zur Schaffung gleicher Bedingungen für alle Teams vereinbar. Ghalenoei relativierte dies jedoch: „Es gab keine formelle Beschwerde. Wir haben lediglich auf die Missstände hingewiesen.“ Er lobte zugleich FIFA-Präsident Gianni Infantino, der sein Möglichstes tue, um die Umstände zu verbessern. „Ich habe nicht gesagt, er hat uns geholfen. Aber er hat sein Möglichstes getan, um die Hürden zu entfernen. Sie versuchen, die Probleme zu minimieren“, so Ghalenoei.
Training verkürzt wegen unklarer Kommunikation
Wegen unklarer Kommunikation habe sein Team eine Trainingseinheit um die Hälfte verkürzen müssen, um dann am Flughafen lange zu warten. In den USA sei man dann jedoch zügig abgefertigt und zum Hotel begleitet worden. „Dafür will ich mich bedanken“, sagte der Trainer. Iran hatte das erste Gruppenspiel gegen Neuseeland im Los-Angeles-Stadion mit 2:2 beendet. Gruppenfavorit Belgien war zum Auftakt gegen Ägypten nicht über ein 1:1 hinausgekommen.



