Die Vorfreude auf die neue Saison steigt: Die Bundesliga (früher Deutsche Fußball Liga) gibt am heutigen Tag die Spielpläne für die 1. und 2. Bundesliga der Saison 2026/27 bekannt. Wochenlange Puzzlearbeit liegt hinter den Verantwortlichen, doch einige brisante Paarungen stehen bereits vorab fest.
Auftakt mit Titelverteidiger und Pokalfinale-Wiederholung
Im Rahmen der „Bundesliga City Challenge“ hat die Organisation in den vergangenen Tagen bereits erste Highlights verraten. So eröffnet Titelverteidiger FC Bayern München die neue Spielzeit am 28. August mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Damit kommt es zur Neuauflage des vergangenen DFB-Pokalendspiels, das die Münchner mit 3:0 für sich entscheiden konnten.
In der 2. Bundesliga startet die Saison bereits drei Wochen früher: Am 7. August empfängt der VfL Bochum Hertha BSC zum Auftakt. Ein weiteres brisantes Duell ist das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Aufsteiger FC Schalke 04. Das Hinspiel findet am ersten Dezember-Wochenende in Gelsenkirchen statt, das Rückspiel ist für das Wochenende vom 9. bis 11. April 2027 terminiert. Zudem feiert Neuling SV Elversberg seine Premiere in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.
So entsteht der Spielplan: Software und Mathematik im Einsatz
Die Erstellung der Spielpläne beginnt bereits im Frühjahr mit ersten Planungen, kann aber erst finalisiert werden, wenn Auf- und Absteiger feststehen. Seit 2018 nutzt die Bundesliga-Gruppe eine eigens entwickelte Software, die alle Vorgaben und Variablen für die 36 Proficlubs verarbeitet. Die Verantwortlichen wägen zudem selbst verschiedene Interessen gegeneinander ab.
Andreas Farr, studierter Sportmanager und Leiter Wettbewerbsorganisation & Stadion, ist bei der Bundesliga für die Spielpläne zuständig. Unterstützt wird er bei dem kniffligen Prozedere durch Mathematik-Professor Stephan Westphal. „Für die Unmengen an Variablen fährt die DFL extra die eigenen Serverkapazitäten hoch. Bis zu den endgültigen Spielplänen gibt es Hunderte Rechendurchläufe“, erklärt Farr.
Termingenauen Ansetzungen: Internationale Wettbewerbe als Schlüsselfaktor
Die genauen Ansetzungen – also an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit die Partien stattfinden – gibt die Organisation blockweise im Laufe der Saison bekannt. Dies hängt maßgeblich mit der Teilnahme deutscher Clubs an Champions League, Europa League oder Conference League zusammen. Erst wenn feststeht, wann die internationalen Starter spielen, können die genauen Termine festgelegt werden.
So darf ein Champions-League-Teilnehmer, der dienstags spielt, zuvor kein Bundesligaspiel am Sonntag bestreiten. Vor und nach internationalen Spielen müssen mindestens zwei spielfreie Tage liegen. Auch der DFB-Pokal beeinflusst die Terminierung.
Weitere Faktoren: Sicherheit, lokale Gegebenheiten und Clubwünsche
Die Bundesliga berücksichtigt auch Vorgaben von Kommunen und Sicherheitsbehörden sowie Wünsche von Clubs und Stadionbetreibern. So wird beispielsweise darauf geachtet, dass nah beieinanderliegende Clubs mit stark rivalisierenden Anhängern nicht am selben Tag ein Heimspiel bestreiten. Regionale Feiertage und gleichzeitig zum Spieltag stattfindende Großveranstaltungen fließen ebenfalls in die Planung ein.
Rahmendaten der Saison 2026/27
Vor dem Start der Liga-Saison steht am 22. August der Franz Beckenbauer Supercup an: Doublesieger FC Bayern tritt bei Vizemeister Borussia Dortmund an. An jenem Wochenende wird auch die erste Runde des DFB-Pokals mit allen anderen beteiligten Mannschaften ausgetragen. Die 64. Bundesliga-Saison macht vom 21. Dezember bis 7. Januar Winterpause. Der 34. und letzte Spieltag ist für den 22. Mai (1. Liga) und 23. Mai (2. Liga) angesetzt.



