„Es war turbulent“: Burkardt über Riera-Chaos und Nationalelf-Comeback
Burkardt über Riera-Chaos und Nationalelf-Comeback

Eintracht Frankfurts Stürmer Jonathan Burkardt hat sich in einem Interview erstmals ausführlich zum chaotischen Abgang von Ex-Trainer Albert Riera geäußert. „Es war turbulent, das kann man so sagen“, erklärte der 26-Jährige gegenüber BILDplus. Der Angreifer betonte jedoch, dass er sich mittlerweile voll und ganz auf die neue Saison konzentriere. „Ich habe im Urlaub meine Ernährung, meine Ausdauer und die gesamte letzte Spielzeit analysiert. Das hat mir geholfen, mich von dem ganzen Durcheinander zu lösen.“

Burkardt in Topform: Führungsrolle im Trainingslager

Im Trainingslager der Hessen präsentiert sich Burkardt in beeindruckender Verfassung. Er wirkt fitter, frischer und hungriger denn je. Fast nach Belieben trifft der Stürmer in den Übungseinheiten und zeigte sich auch im Testspiel gegen eine regionale Auswahl äußerst treffsicher. „Ich fühle mich so gut wie lange nicht mehr. Die harte Arbeit im Sommer zahlt sich aus“, sagte Burkardt. Sein Trainer und die Mitspieler loben seine Einstellung. Er übernimmt immer mehr Verantwortung auf dem Platz, sowohl als Torschütze als auch als Anführer in der Offensive.

Rückkehr in die Nationalmannschaft als klares Ziel

Neben der Vereinskarriere hat Burkardt auch die Nationalmannschaft fest im Visier. Nach mehreren Abstellungen und Verletzungen in den vergangenen Jahren möchte der Stürmer wieder für Deutschland auflaufen. „Die DFB-Elf ist immer ein Thema für mich. Ich weiß, dass ich liefern muss, um Bundestrainer Julian Nagelsmann zu überzeugen. Die Vorbereitung läuft optimal“, erklärte Burkardt. In Frankfurt hofft man, dass er seine starke Form in die Pflichtspiele mitnimmt. Die Eintracht startet am 10. August mit dem DFB-Pokal in die Saison, Gegner ist ein Regionalligist.

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Die Aufarbeitung der vergangenen Saison

Die vergangene Spielzeit verlief für Burkardt durchwachsen. Nach einem starken Start fiel er zwischenzeitlich mit einer Muskelverletzung aus und kam insgesamt auf zwölf Pflichtspieltore. Das Chaos um Coach Riera, der im März nach internen Querelen freigestellt wurde, belastete das gesamte Team. „Es war keine einfache Zeit für uns alle. Aber jetzt blicken wir nach vorne. Der Neue (Trainer Dino Toppmöller, Anm. d. Red.) hat eine klare Philosophie, die mir liegt“, so Burkardt. Mit Toppmöller arbeitete der Stürmer bereits in der Vorsaison kurz zusammen, als dieser als Interimstrainer einsprang. Die Chemie stimme, betont Burkardt.

Ernährung und Fitness als Erfolgsfaktoren

Um seinen Körper noch leistungsfähiger zu machen, stellte Burkardt in den Sommermonaten seine Ernährung radikal um. Statt auf Kohlenhydrate setzt er vermehrt auf Proteine und Gemüse. Zudem absolvierte er täglich Extraschichten im Kraftraum und an der Ausdauer. „Ich habe meine Schwachstellen analysiert und daran gearbeitet. Die letzten Jahre haben mich gelehrt, dass man im Profifußball nie stehen bleiben darf“, sagte er. Die neuen Trainingsmethoden zahlen sich aus: Bei den Sprinttests im Trainingslager landete Burkardt unter den Top drei der Mannschaft. Auch seine Schusskraft hat zugenommen, was die Torhüter im Training zu spüren bekommen.

Ausblick auf die Saison: Eintracht will oben angreifen

Mit Burkardt in Topform rechnet sich Eintracht Frankfurt in der kommenden Bundesliga-Saison gute Chancen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel. Der Stürmer selbst gibt einen bescheidenen, aber selbstbewussten Ausblick: „Wir haben eine gute Mannschaft mit viel Potenzial. Wenn wir geschlossen auftreten und jeder seine Leistung bringt, ist vieles möglich. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, am Ende vielleicht sogar die Champions-League-Plätze zu erreichen.“ Nach den Turbulenzen der Vorsaison herrscht beim hessischen Traditionsklub wieder Aufbruchstimmung. Und Jonathan Burkardt scheint bereit, seine Führungsrolle auf und neben dem Platz zu übernehmen.

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