Italienisches Fußball-Chaos: Chiellini als neuer Sportchef gehandelt
Chiellini als neuer Sportchef? Chaos um Italiens Nationalteam

Das Chaos bei der Neuaufstellung der italienischen Fußball-Nationalmannschaft spitzt sich zu. Nach dem überraschenden Rücktritt von Technischem Direktor Paolo Maldini wird nun Ex-Nationalspieler Giorgio Chiellini (41) als möglicher Nachfolger gehandelt. Medienberichten zufolge könnte der langjährige Verteidiger die sportliche Leitung übernehmen. Parallel dazu bleibt die Trainersuche weiter ungeklärt – Antonio Conte (56) und Roberto Mancini (61) gelten als aussichtsreichste Kandidaten.

Maldini und Leonardo treten zurück

Am Montagabend berichtete „Sky Italia“, dass Paolo Maldini (58) und sein Berater Leonardo (56) Verbandspräsident Giovanni Malagò (67) ihren Rücktritt erklärt hätten. Eine offizielle Bestätigung des italienischen Fußballverbandes (FIGC) steht noch aus. Der Schritt erfolgte nur gut zwei Wochen nach Maldinis Ernennung zum Technischen Direktor – ein klares Zeichen für die tiefe Krise im italienischen Verband.

Hintergrund der Turbulenzen ist die gescheiterte Verpflichtung von Andrea Pirlo (47) als Nationaltrainer. Der Weltmeister von 2006 galt bereits als sicherer Kandidat, doch massive Kritik an seinen vielfältigen Kontakten nach Russland ließ das Projekt platzen. Pirlo selbst erklärte, für den Posten nicht mehr zur Verfügung zu stehen – auch dafür fehlt bislang eine offizielle Bestätigung.

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Dritte verpasste WM-Qualifikation in Folge

Die italienische Nationalmannschaft steckt in einer tiefen sportlichen Krise. Im Frühjahr verpassten die „Azzurri“ zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft – ein beispielloser Tiefpunkt für den viermaligen Weltmeister. Die „Gazzetta dello Sport“ kommentierte das Personalkarussell bitter: „Das erste Projekt für den Wiederaufstieg der Azzurri ist gescheitert. Weiter geht‘s.“

Verbandspräsident Malagò steht vor einem Scherbenhaufen. Die Personalentscheidungen der vergangenen Wochen haben intern für Unruhe gesorgt. Neben der sportlichen Führung ist auch die Trainerfrage völlig offen. Conte, der Italien bereits bei der EM 2016 betreute, und Mancini, der das Team 2021 zum EM-Titel führte, wären prominente Lösungen – doch ob einer von ihnen bereit ist, in das aktuelle Chaos einzusteigen, gilt als fraglich.

Verbandsvorstand tagt am Dienstag

Für Dienstagmittag ist eine Sitzung des Verbandsvorstands angesetzt. Ob dort bereits über die Nachfolge Maldinis oder die Trainerposition diskutiert wird, war zunächst unklar. Fest steht: Italien braucht dringend eine klare sportliche Perspektive, um die verlorene Zeit aufzuholen. Die Rufe nach einem Neuanfang werden lauter – ob Chiellini, Conte oder Mancini die Retter sein können, wird sich zeigen müssen.

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