Brände vervielfacht – 253 zerstörte Mülltonnen
In Wiesbaden hat eine Serie von Mülltonnenbränden seit Jahresbeginn dramatische Ausmaße angenommen. Wie die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt (ELW) mitteilen, wurden bislang 253 Abfallbehälter durch Feuer beschädigt oder vollständig zerstört. Das ist mehr als eine Verdreifachung im Vergleich zu den Jahren 2024 und 2025, in denen jeweils 86 Mülltonnen brannten. Allein am Montag kam es zu zehn neuen Bränden im Bereich des Schiersteiner Hafens und der Innenstadt, wie ein Polizeisprecher bestätigte.
Kosten und logistische Herausforderungen
Besonders problematisch ist die Zerstörung großer Vier-Rad-Behälter: 142 dieser Tonnen wurden bereits ein Opfer der Flammen. Die ELW beziffert die bisherigen Mehrkosten für Ersatzbeschaffung, Aufkleber, Logistik, Entsorgung der beschädigten Behälter und zusätzlichen Personalaufwand auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Betriebsleiter Markus Patsch erklärte: „Die vielfachen Brände sind kein kalkulierbarer Verlust mehr, sie schaden auf vielen Ebenen dem Unternehmen und unserem Auftrag der Daseinsvorsorge.“
Engpässe bei Ersatzbehältern
Die anhaltenden Brände könnten laut ELW zu Engpässen bei der Bereitstellung von Ersatzbehältern führen. Insbesondere die großen Vier-Rad-Behälter seien aufgrund ihres Fassungsvermögens teuer und aufwendig zu ersetzen. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Lieferzeiten für neue Tonnen steigen werden, sollte die Brandserie nicht abreißen.
Tipps für Anwohner
Um weitere Brände zu verhindern, rät die ELW den Bürgern, ihre Mülltonnen erst frühmorgens am Tag der Leerung an die Straße zu stellen. Außerhalb der Leerungszeiten sollten die Behälter für Unbefugte unzugänglich abgestellt werden. Verdächtige Beobachtungen sind umgehend der Polizei zu melden. Die Stadt appelliert an die Wachsamkeit der Bevölkerung, um die Brandserie einzudämmen.



