Weltstar-Sohn Mathew Collins trainiert ab Montag bei 1860 München
Collins-Sohn startet Probetraining bei 1860 München

Probetraining für Weltstar-Sohn: Mathew Collins bei 1860 München

Ab Montag rollt bei den Löwen wieder der Ball: Die U21-Mannschaft von 1860 München startet das Training an der Grünwalder Straße. Die zweite Mannschaft, die in der Bayernliga (5. Liga) letzte Saison Meister wurde, nimmt die Vorbereitung auf. Mit dabei sein wird auch Mathew Collins (21), der Sohn von Weltstar Phil Collins. Der Musiker landete Welthits wie „Another Day in Paradise“ oder „In the Air Tonight“, sein Sohn hat sich für eine Karriere als Fußballer entschieden. Collins absolviert ein Probetraining bei den Löwen.

Der Mittelfeldspieler, geboren in der Schweiz und auch im Besitz der englischen Staatsbürgerschaft, startete mit 16 Jahren durch. Er spielte unter anderem für die U19 von Hannover 96 und in Österreich für den Profi-Verein WSG Tirol (2023 bis 2025). Zuletzt lief er für den österreichischen Zweitligisten SV Austria Salzburg auf.

Chaos nach Zwangsabstieg

Neben Collins sollen auch die Spieler auf den Platz, die zuletzt in der Profimannschaft aufliefen und gültige Regionalligaverträge haben: Paul Bachmann, Lasse Fassmann, Damjan Dordan, Samuel Althaus, Emre Erdogan, Loris Husic und Xaver Kiefersauer. Diese hätten eigentlich Urlaub bis zum 27. Juni gehabt – als Profis. Doch nach dem Zwangsabstieg der Profimannschaft aus der Dritten Liga herrscht Chaos pur. Die Zukunft der KGaA ist weiterhin offen. Unklar ist, ob die Gesellschaft insolvent wird. In der KGaA sind auch die Verträge der U21-Spieler angesiedelt. Investor Hasan Ismaik, der 60 Prozent der Anteile hält, hat das benötigte Geld bislang nicht zur Verfügung gestellt.

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Gleichzeitig hat sich die rechtliche Ausgangslage verändert: Mit dem Abstieg fiel das Spielrecht automatisch an den Verein zurück. Seit 2011 hatte der Verein dieses Spielrecht auf Grundlage eines Kooperationsvertrags an die KGaA übertragen. Nach dem Zwangsabstieg kündigte der TSV 1860 München diesen Vertrag jedoch am 4. Juni. Gegen diese Kündigung ist Ismaik bislang nicht gerichtlich vorgegangen.

Zeitdruck vor Regionalliga-Start

Bis zum Start der Regionalliga am 24. Juli wird die Zeit knapp. Der Verein hat bislang weder eine eigene Spielgesellschaft gegründet noch Spieler verpflichtet oder einen Kader zusammengestellt. Das ist derzeit auch kaum möglich, weil die Spieler der U19 bis U21 weiterhin Verträge mit der KGaA besitzen. Solange diese Verträge gültig sind, kann der Verein nicht einfach eine neue Mannschaft aufbauen.

Formal gelten diese Spieler weiterhin als zweite Mannschaft der KGaA. Solange die Verträge bestehen und die KGaA nicht insolvent ist, sollte der Verein keine Angriffsfläche für rechtliche Auseinandersetzungen bieten. Deshalb müssen die üblichen Regeln eingehalten werden: Nur die erste Mannschaft nutzt den Hauptplatz und die Kabine, während die zweite Mannschaft im Nachwuchsleistungszentrum untergebracht ist und auf den Neben- oder Kunstrasenplätzen trainiert. Dort wird dann auch Collins zu sehen sein.

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