Deutschland macht blau: Erstmals im Auswärtstrikot
Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr drittes WM-Gruppenspiel gegen Ecuador heute um 22 Uhr im beeindruckenden New-York-New-Jersey-Stadion in East Rutherford. Erstmals bei dieser Weltmeisterschaft läuft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann im blauen Auswärtstrikot mit türkisfarbenen Hosen auf. Die FIFA hatte die Trikotfarben bereits vor Turnierbeginn festgelegt. Zuvor war die DFB-Elf gegen Curacao und die Elfenbeinküste im weißen Heimdress mit schwarz-rot-goldenem Brustring angetreten. Die blauen Jerseys erfreuen sich bei den Fans großer Beliebtheit; Noch-Ausrüster adidas verzeichnet einen Mega-Absatz, der sogar das rosafarbene Trikot der Heim-EM 2024 übertrifft.
Free-TV und Livestream: Wo läuft Deutschland gegen Ecuador?
Die ARD überträgt die Partie live im Free-TV. Zudem gibt es einen kostenlosen Livestream in der ARD-Mediathek sowie auf Sportschau.de. Parallel zeigt der kostenpflichtige Streamingdienst MagentaTV die Begegnung. Anstoß ist um 22 Uhr deutscher Zeit. Alternativ können Fans den Liveticker bei BILD.de verfolgen.
Wer wird Deutschlands Gegner in der K.o.-Runde?
Durch die beiden Siege gegen Curacao und die Elfenbeinküste steht Deutschland bereits als Gruppensieger fest und hat das Sechzehntelfinale sicher erreicht. Der genaue Gegner bleibt jedoch vorerst offen, da die zwölf Gruppendritten nach Abschluss der Vorrunde in einer separaten Tabelle verglichen werden. Die acht besten Teams qualifizieren sich, die übrigen vier scheiden aus. Erst mit dem letzten Schlusspfiff der Vorrunde am Sonntagmorgen steht der Gegner endgültig fest. Eine konkrete Option ist Schottland, das Gruppe C als Dritter beendete. Weitere realistische Optionen sind Australien und Paraguay aus Gruppe D, deren Duell um Platz zwei und drei in der Nacht zum Freitag stattfindet. Auch Bosnien-Herzegowina (Gruppe B), Südkorea (Gruppe A) sowie die Niederlande, Japan und Schweden (Gruppe F) sind möglich.
Deutschland spielt im Final-Stadion
Nach den Spielen im Houston-Stadion (68.021 Zuschauer) gegen Curacao und im Toronto-Stadion (43.036 Zuschauer) gegen die Elfenbeinküste gastiert die DFB-Auswahl heute im New-York-New-Jersey-Stadion. Die Arena in East Rutherford fasst 82.566 Zuschauer und ist die Heimstätte der NFL-Teams New York Giants und New York Jets. Bei der WM werden dort insgesamt acht Partien ausgetragen: fünf Gruppenspiele, ein Sechzehntelfinale, ein Achtelfinale und das Finale.
Nagelsmann plant kaum Rotation – Undav bleibt Joker
Obwohl der Gruppensieg bereits feststeht, deutet Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Abschluss-Pressekonferenz an, nur wenig rotieren zu wollen: „Es ist die berechtigste Frage von allen, dass man darüber diskutiert, ob wir wechseln oder nicht. Wir im Trainerteam haben viel überlegt und mit den Spielern gesprochen. Aber in den Wochen vor der WM war die entscheidende Frage, dass die Mannschaft sich einspielen muss, dass sie nur wenige Spiele gemeinsam hat. Wir haben mit Jamal Musiala, Felix Nmecha und Kai Havertz Spieler, die teilweise ein Jahr weg waren, nicht viele Spiele gemacht haben. Wir haben noch ein Spiel, was wir gewinnen wollen und was wir auch dazu nutzen wollen, uns auf die K.o.-Phase vorzubereiten – mit allem, was dazu gehört. Das betrifft Spieler, die beginnen. Das betrifft aber auch Spieler wie Deniz, die eine herausragende Joker-Rolle haben.“ Somit wird Super-Joker Deniz Undav (29) voraussichtlich erneut von der Bank kommen. Sicher ist: Für den angeschlagenen Nathaniel Brown (23) beginnt David Raum (28) auf der Linksverteidiger-Position. Für den schwer verletzten Nico Schlotterbeck (Innenband) rückt Antonio Rüdiger (33) in die Startelf.
Schiedsrichterin Tori Penso leitet die Partie
Die Partie gegen Ecuador wird von der US-Amerikanerin Tori Penso (39) geleitet. Sie hatte bereits das Match zwischen Tschechien und Südafrika (1:1) gepfiffen und dafür viel Lob erhalten. Penso ist erst die zweite Frau, die bei einer Männer-WM ein Spiel pfeift. Vor vier Jahren in Katar war die Französin Stéphanie Frappart bei der Partie Deutschland gegen Costa Rica die erste Schiedsrichterin in diesem Turnier. Neben Penso ist auch die Mexikanerin Katia García (33) im Aufgebot der Referees; sie wird am Freitag die Partie Tunesien gegen Holland leiten.



