DFB-Team gegen Elfenbeinküste: Havertz vergibt erste Großchance
DFB-Team gegen Elfenbeinküste: Havertz vergibt erste Großchance

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft im zweiten Gruppenspiel bei der WM am Samstagabend um 22 Uhr auf die Elfenbeinküste. Mit einem Sieg stünde der Einzug ins Sechszehntelfinale bereits fest.

Spielbeginn: Deutschland startet druckvoll

Um 22:00 Uhr Ortszeit in Toronto pfiff der Schiedsrichter die Partie an. Deutschland in den weißen Heimtrikots mit den Landesfarben an den Schultern, die Elfenbeinküste in Orange. Den Anstoß hatte das DFB-Team ausgeführt.

Bereits in der ersten Minute gab es die erste dicke Chance: Kimmich flankte aus dem rechten Halbfeld auf den Kopf von Havertz. Fofana im Tor der Elfenbeinküste musste sich strecken, wehrte nach dem Aufsetzer aber stark zur Seite ab.

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Ausgangslage in Gruppe E

Gewinnt Deutschland heute, ist die Mannschaft mindestens als Gruppenzweiter im 1/16-Finale. Sollte Ecuador in der Nacht gegen Curacao nicht gewinnen, wäre der Gruppensieg perfekt. Umgekehrt kann die Elfenbeinküste ebenfalls mit einem Sieg das Weiterkommen klar machen und wäre Gruppensieger, wenn Curacao später gegen Ecuador nicht gewinnt. Bei einem Remis wären beide Teams sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde, dann ist aber zwischen Platz eins und drei noch alles denkbar.

Gute äußere Bedingungen in Toronto

24 Grad sind es in Toronto, die Sonne scheint. Nur der Wind ist etwas böig. Während des Spiels soll es trocken bleiben, Fans und Spieler können sich also komplett auf Fußball konzentrieren. Anders übrigens als eben in Houston, wo die Zuschauer nach dem Abpfiff bei Holland gegen Schweden aufgefordert wurden, im Stadion zu bleiben. Der Grund: Ein heftiges Gewitter draußen. Zur Erinnerung: Die Arena dort ist komplett überdacht und damit wetterfest.

Fanmarsch und Stimmung

3000 deutsche Anhänger haben sich gemeinsam auf den Weg zum Stadion in Toronto gemacht. Ziel: Heimspielatmosphäre schaffen und der Mannschaft zum Sieg und Weiterkommen zu verhelfen. Zumindest optisch ist das schon mal gelungen.

Bundestrainer Julian Nagelsmann gab sich fokussiert und sagte bei MagentaTV: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen gegen einen Gegner, der schon gefährlich ist und unsere Art von Fußball auf den Platz zu kriegen.“

Deutsche Aufstellung bestätigt

Julian Nagelsmann änderte nichts im Vergleich zum 7:1 gegen Curacao. Die Startelf: Neuer - Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown - Nmecha, Pavlovic - Sané, Musiala, Wirtz - Havertz.

Torwart Manuel Neuer bestritt sein 21. WM-Spiel und wurde damit alleiniger WM-Rekordtorhüter.

Gegnercheck: Elfenbeinküste

Die Elfenbeinküste trat mit fünf Wechseln im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Ecuador an. Wichtigster Tausch: Kossounou rückte zurück in die Innenverteidigung. Außerdem musste der umstrittene Wahi zunächst auf die Bank.

Der Star der Elfenbeinküste ist Yan Diomande, Flügelspieler von RB Leipzig. David Raum sagte über ihn: „Er kam wirklich als ein Niemand. Aber nach der ersten Trainingseinheit bin ich zum Sportdirektor und habe ihm die Hand geschüttelt und gesagt: ‚Gratuliere.‘“ Einem Bericht von Sky zufolge soll der Bundesligist vorerst ein Angebot über 100 Millionen Euro vom FC Liverpool abgelehnt haben.

Historische Bilanz gegen afrikanische Teams

Achtmal hat eine DFB-Auswahl bei einer Männer-WM bisher gegen Mannschaften aus Afrika gespielt. Erstaunlicherweise gab es in diesen Spielen meist wenig Tore. Mehr als zwei Treffer erzielten deutsche Teams nie, insgesamt gab es aber auch erst sechs Gegentore. Die einzige Niederlage einer deutschen Mannschaft gegen ein Team aus Afrika bei WM-Endrunden war das 1:2 gegen Algerien 1982.

Bisher gab es erst ein Länderspiel gegen die Elfenbeinküste, unter besonderen Umständen – unmittelbar nach Robert Enkes Selbstmord. Manuel Neuer hat damals im November 2009 schon im Tor gestanden, er wurde zur Pause für Tim Wiese eingewechselt. Seinerzeit war das Neuers zweites Länderspiel, heute folgte dann Nummer 126.

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