Eintracht Frankfurt hat die jüngsten Transfergerüchte um Mittelfeldspieler Hugo Larsson entschieden zurückgewiesen. Medienberichte, wonach Manchester United ein Auge auf den 19-jährigen Schweden geworfen habe, seien haltlos, erklärte der Verein am Donnerstag.
Krösche stellt klar: Larsson bleibt
Sportvorstand Markus Krösche dementierte die Spekulationen gegenüber der „Bild“-Zeitung unmissverständlich: „Es gibt keine Gespräche mit Manchester United über Hugo Larsson. Wir planen fest mit ihm für die kommende Saison.“ Der Schwede sei ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Zukunft, so Krösche weiter.
Larsson war erst im Sommer 2023 für eine Ablösesumme von rund 7,5 Millionen Euro vom Malmö FF zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Sein Vertrag am Main läuft noch bis 2027. In der abgelaufenen Saison absolvierte der zentrale Mittelfeldspieler 31 Pflichtspiele für die Hessen, erzielte dabei zwei Tore und bereitete drei Treffer vor.
Manchester United auf der Suche nach Verstärkung
Manchester United befindet sich nach einer durchwachsenen Saison im Umbruch. Der englische Rekordmeister sucht insbesondere im Mittelfeld nach Verstärkung. Neben Larsson wurden zuletzt auch Spieler wie Frenkie de Jong (FC Barcelona) oder Declan Rice (West Ham United) mit den Red Devils in Verbindung gebracht. Die angebliche Offerte für Larsson soll sich Berichten zufolge auf rund 20 Millionen Euro belaufen haben.
Eintracht Frankfurt zeigt sich jedoch unbeeindruckt von den Millionen-Angeboten aus der Premier League. „Wir müssen nicht verkaufen und haben auch kein Interesse daran, unsere Leistungsträger abzugeben“, betonte Krösche. Die Frankfurter haben in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass sie auch bei lukrativen Offerten standhaft bleiben können, wie zuletzt im Fall von Randal Kolo Muani, der trotz intensiver Bemühungen von Paris Saint-Germain erst im Winter 2024 wechselte.
Larssons Entwicklung bei Eintracht Frankfurt
Hugo Larsson hat sich in seiner ersten Saison bei Eintracht Frankfurt als vielversprechendes Talent erwiesen. Der schwedische Nationalspieler (fünf Länderspiele) überzeugte durch seine Ballverarbeitung, Spielintelligenz und Zweikampfstärke. Trainer Dino Toppmöller setzte ihn sowohl im zentralen als auch im defensiven Mittelfeld ein.
Die Eintracht hatte Larsson im vergangenen Jahr nach intensiver Scouting-Arbeit verpflichtet und gilt als Spezialist für die Entwicklung junger Talente. Mit Spielern wie Jesper Lindström, Daichi Kamada oder Evan Ndicka haben die Hessen in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Spieler auf internationalem Niveau formen können.
Auswirkungen auf die Transferstrategie
Die klare Absage an Manchester United unterstreicht die veränderte Transferstrategie von Eintracht Frankfurt. Nach dem Verkauf von Top-Talenten wie Kolo Muani, Lindström oder Kamada wollen die Frankfurter künftig länger an ihren Leistungsträgern festhalten. „Wir wollen eine Mannschaft formen, die sich kontinuierlich weiterentwickelt und nicht jedes Jahr neu aufgebaut werden muss“, erklärte Krösche.
Die Eintracht hat in dieser Transferperiode bereits vier Neuzugänge präsentiert. Mit Jean-Mattéo Bahoya, Can Uzun, Aurèle Amenda und Oscar Højlund wurden vielversprechende Talente verpflichtet. Der Kader soll zudem durch erfahrene Spieler ergänzt werden, um die nötige Balance zu finden.
Die Spekulationen um Larsson dürften damit vorerst beendet sein. Sollte Manchester United jedoch weiteres Interesse zeigen, müsste der Klub aus dem englischen Nordwesten eine Ablösesumme in Rekordhöhe für die Eintracht bieten. Ein Wechsel in diesem Sommer scheint nach den deutlichen Worten von Markus Krösche jedoch nahezu ausgeschlossen.



