Was für ein Finale! Die 2. Etappe der Tour de France von Tarragona nach Barcelona über 184 Kilometer endete mit einem krachenden Finale. Die Favoriten waren alle vorn dabei, als Isaac del Toro (22) vor dem Olympiastadion von 1992 den Sieg holte. Der Mexikaner, Edelhelfer von Top-Favorit Tadej Pogačar (27) bei UAE Emirates-XRG, gewann vor dem Slowenen, der seinen fünften Titel anstrebt. Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel (26/Belgien) wurde Dritter, gefolgt von Jonas Vingegaard (29), der sein Gelbes Trikot des Spitzenreiters verteidigte.
Spektakuläre Kulisse am Montjuïc
Dreimal passierten die Profis die Zuschauer auf dem Montjuïc. Der 1,6 Kilometer lange Anstieg mit durchschnittlich 9,3 Prozent Steigung war gesäumt von dicht gedrängten Fans, einige mit gelben Rauchkerzen, die die Fahrer einnebelten – eine unnötige Aktion. Vor dem Ziel am Olympiastadion wartete noch ein 700 Meter langer Anstieg zum Zentrum der Olympischen Sommerspiele 1992.
Engelhardt zeigt sich von seiner besten Seite
Erfreulich aus deutscher Sicht: Felix Engelhardt (25) zeigte bei seiner ersten „richtigen“ Tour-Etappe sofort, was in ihm steckt. Gleich nach dem Start setzten sich sieben Fahrer vom Peloton ab, darunter der Ulmer. Wenig später waren nur noch drei übrig: neben Engelhardt der niederländische Meister Frank van den Broek (25/Picnic-PostNL) und Alex Molenaar (26/Niederlande/Caja Rural). Das Trio verstand sich gut, harmonierte prächtig und fuhr einen Vorsprung heraus, der für 138 Kilometer Führung reichte. Am Ende blieben nur Engelhardt und Molenaar übrig, doch 31 Kilometer vor dem Ziel, als es in der katalanischen Metropole auf den Rundkurs ging, wurden sie eingeholt.
Knapp an der Sensation vorbei
Die Sprint- und Bergwertungen unterwegs konnte Engelhardt nicht für sich entscheiden. Somit schrammte er knapp an der Sensation vorbei, auf der 3. Etappe im Grünen Trikot oder dem Bergtrikot zu starten. Er trägt weiter das Violett seines australischen Rennstalls Jayco-Alula.



