Wie geht es weiter im Poker um FC-Star Said El Mala (19)? Seit dem geplatzten 50-Millionen-Transfer nach Brentford ist es ruhig geworden in der Zukunftsfrage um den Kölner Top-Stürmer. Wilde Spekulationen über ein steigendes Interesse aus der Bundesliga machen die Runde. Auch eine Zukunft in Köln scheint für viele plötzlich wieder denkbar. Beim FC geht man jedoch davon aus, dass die wirklich großen Angebote erst noch kommen werden.
Finanzboss Türoff stellt klar
Finanzgeschäftsführer Philipp Türoff (50) erklärte: „Es hat jetzt einen ersten Vorstoß im Juni gegeben. Der Markt für Said ist aber sehr viel größer, als dieser eine Vorstoß.“ Diese Worte verdeutlichen, dass man klubintern weder wirklich davon ausgeht, dass El Mala noch eine Saison bleibt – noch, dass das Top-Angebot aus Brentford das letzte aus der Premier League war. Zumal El Mala den Wunsch hinterlegt hat, dorthin wechseln zu wollen.
Der FC bereitet sich aber nicht nur darauf vor, dass noch ganz andere Vereine mit konkreten Zahlen und Paketen am Geißbockheim vorstellig werden. Kölns Bosse bleiben in der Ablösefrage bei ihrer 50-Millionen-Forderung. Ein El Mala-Transfer zu anderen Bedingungen, bei denen der FC womöglich weniger Ablöse, die Spielerseite dafür aber mehr Handgeld, Provision oder Gehalt kassiert, ist aus FC-Sicht ausgeschlossen. „Genauso, wie die Familie entscheidet, was richtig ist, können wir das auch, wenn es darum geht, zu welchen Bedingungen Said gehen sollte“, sagte Türoff.
Köln droht Last-Minute-Transfer
Das klare Signal an die an El Mala interessierten Vereine und an die Familie, die den bereits vorbereiteten Transfer zu Brentford zuletzt in letzter Minute platzen ließ, lautet: Wenn der Spieler geht, dann nur zu Köln-Konditionen. Der Verein hat das Heft des Handelns dank des El Mala-Vertrages bis 2030 (ohne Ausstiegsklausel!) weiter in der Hand.
Das einzige Problem aus FC-Sicht: Der Transfer des besten Spielers der letzten Saison kann sich bis weit nach der WM (Finale am 19. Juli) – im schlimmsten Fall sogar bis zum Ende der Transferperiode – hinziehen. Wirklich nutzen könnte der FC die Ablöse-Millionen dann nicht. Trotzdem sagt Türoff: „Wir haben keinen Druck in dieser Frage.“



