Der 1. FC Nürnberg (FCN) sorgt mit einer geheimen Reise nach Ungarn für Aufsehen. Wie erst jetzt bekannt wurde, reiste eine Delegation des Zweitligisten am vergangenen Wochenende in das osteuropäische Land. Hintergrund sind offenbar die anhaltenden Verhandlungen um den ungarischen Nationalspieler Toth.
Geheimtreffen in Budapest
Laut übereinstimmenden Medienberichten traf sich die FCN-Delegation in Budapest mit Vertretern des Clubs, bei dem Toth derzeit unter Vertrag steht. Der 24-jährige Mittelfeldspieler gilt als einer der vielversprechendsten Talente Ungarns und soll das Interesse mehrerer europäischer Klubs geweckt haben. Der FCN bemüht sich bereits seit Wochen um eine Verpflichtung, doch die Verhandlungen gestalteten sich bislang schwierig.
„Die Gespräche waren konstruktiv, aber es gibt noch keine endgültige Einigung“, sagte ein Sprecher des FCN auf Nachfrage. Man wolle sich nicht weiter zu Details äußern, um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Die Reise sei geheim gehalten worden, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen.
Transferpoker: FCN unter Zugzwang?
Der FCN steht offenbar unter Zeitdruck, da auch andere Vereine aus Deutschland und dem Ausland Interesse an Toth signalisiert haben. Besonders ein Verein aus der 2. Bundesliga soll ein konkretes Angebot vorgelegt haben. Der Club aus Nürnberg hofft jedoch, durch das persönliche Treffen einen entscheidenden Vorteil zu erlangen.
Trainer Miroslav Klose betonte zuletzt, dass man den Kader noch verstärken wolle. „Wir brauchen noch Qualität im Mittelfeld“, sagte Klose. Toth wäre eine ideale Verstärkung, da er sowohl defensiv als auch offensiv Akzente setzen kann.
Finanzielle Hürden
Ein mögliches Hindernis ist die Ablösesumme. Der ungarische Klub fordert Berichten zufolge eine Summe im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Der FCN müsste dafür wohl einige Spieler abgeben oder einen Kredit aufnehmen. Die Clubführung zeigt sich jedoch optimistisch, dass man eine Lösung finden wird.
„Wir arbeiten daran, den Transfer noch in diesem Transferfenster abzuschließen“, so ein FCN-Verantwortlicher. Die Zeit drängt, denn das Fenster schließt in wenigen Tagen. Sollte der Deal platzen, hat der FCN offenbar keine Alternativen auf dem Zettel.
Reaktionen aus Nürnberg
Die Fans des FCN verfolgen die Entwicklungen gespannt. In den sozialen Medien wird die geheime Reise kontrovers diskutiert. Viele hoffen auf einen erfolgreichen Abschluss, andere kritisieren die mangelnde Transparenz. „Es ist gut, dass der Verein alles tut, um den Kader zu verstärken, aber die Heimlichtuerei ist befremdlich“, schrieb ein Fan auf Twitter.
Der FCN selbst wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Man konzentriere sich auf das bevorstehende Ligaspiel gegen den Hamburger SV. Ob Toth dann schon im Kader stehen könnte, ist fraglich. Sicher ist nur: Die nächsten Tage werden zeigen, ob der geheime Ungarn-Trip Früchte trägt.



