Fifa-Boss Infantino will WM-Anteile verkaufen – Uefa empört
Fifa-Boss Infantino will WM-Anteile verkaufen

Die Fifa will Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft verkaufen. Der Weltverband gab bekannt, dadurch Milliarden Dollar erlösen zu wollen. Künftige Weltmeisterschaften sollen unter dem Dach eines neuen Unternehmens namens FFE organisiert werden, an dem die Fifa die Mehrheit halten würde. Laut Berichten der "Times", des "Telegraph" und der "Financial Times" wurden bereits vorläufige Vereinbarungen unterzeichnet. Der Deal könnte einen Wert von umgerechnet mehr als 17 Milliarden Euro haben.

Private Investoren sollen einsteigen

Private Geldgeber sollen rund 20 Prozent der Anteile an FFE erwerben können, dessen Wert zunächst auf 20 Milliarden Dollar festgelegt ist. In FFE werden die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben gebündelt, darunter die Männer- und Frauen-WM sowie die Club-WM. Laut der "Times" könnte ein solcher Deal den Druck erhöhen, das Teilnehmerfeld einer WM weiter auszubauen oder die WM häufiger auszutragen.

Trumps Schwiegersohn führt Investorengruppe an

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wurde den Berichten zufolge konsultiert. Die Firma von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll die Investorengruppe anführen. Die Investmentbank JPMorgan wickelt den Prozess ab. Fifa-Boss Gianni Infantino, der laut Statuten nur bis 2031 Fifa-Präsident bleiben darf, könnte anschließend Kommissar oder Geschäftsführer der neuen Organisation werden.

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Uefa reagiert empört

Die Uefa schrieb in einer ersten Stellungnahme: "Die Uefa nimmt diese Angelegenheit äußerst ernst. Das sollten auch alle nationalen Fußballverbände tun. Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Vermögenswerte, mit denen gehandelt werden darf – insbesondere dann nicht, wenn völlig intransparent ist, wer finanziell davon profitiert. Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der Fifa, ihn zu verkaufen."

Machtdemonstration Infantinos

Da ein Großteil der Einnahmen an die 211 Mitgliedsverbände geht, dient Infantino das Geld als Machtinstrument. Der Fifa-Chef will sich im kommenden Jahr bis 2031 im Amt bestätigen lassen. Laut dem "Guardian" sollen mehr als 200 Verbände ein Unterstützerschreiben für Infantinos Wiederwahl unterzeichnet haben. Die britische Zeitung berichtet zudem, dass die Fifa durch das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada rund 13,1 Milliarden Euro eingenommen habe.

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