Ein Jahr nach Laura Dahlmeiers Tod: Gedenkfeier in Garmisch-Partenkirchen
Gedenken an Laura Dahlmeier: 150 Menschen in Garmisch

Genau ein Jahr nach dem tragischen Tod der Ausnahme-Biathletin Laura Dahlmeier haben sich rund 150 Menschen in ihrer Geburtsstadt Garmisch-Partenkirchen versammelt, um ihrer zu gedenken. Die Gedenkstätte im Laura-Dahlmeier-Park, dem ehemaligen Kurpark Partenkirchen, wurde zum Mittelpunkt der stillen Trauerfeier. Unter einem großen Baum stehen ein Gedenkstein, Kerzen, Blumen und ein Foto der jungen Frau, die am 28. Juli 2025 im Alter von 31 Jahren bei einem Bergunfall im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben kam.

„Schmerz und Trauer vergehen nicht“

Pfarrer Andreas Lackermeier hielt eine bewegende Rede vor den Trauernden. „Die Zeit heilt alle Wunden. Wie falsch dieser Spruch ist, erfahren wir im Blick auf den tragischen Tod von Laura Dahlmeier ein weiteres Mal. Ja, die Zeit, die vergeht und sonst nichts“, sagte er. Ein Jahr sei das Unglück nun her. „Schmerz und Trauer vergehen nicht. Ihr Tod hat eine Lücke in die Familie, den großen Freundeskreis und auch in unseren Ort gerissen, die bleibt.“ Die Familie Dahlmeier nahm nach Angaben der Stadt bewusst nicht an der öffentlichen Gedenkfeier teil.

Leichnam noch immer am Unfallort

Laura Dahlmeier war am 28. Juli 2025 am Laila Peak im Karakorum tödlich verunglückt. Nach mehreren abgebrochenen Rettungsmissionen und gemäß ihrem schriftlich festgehaltenen Willen als Alpinistin verbleibt ihr Leichnam weiterhin an der Unfallstelle. Die Entscheidung, die Tote nicht zu bergen, hatte damals für Diskussionen gesorgt, entsprach jedoch Dahlmeiers eigener Verfügung.

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Trauer in Trachten und Blasmusik

Die Gedenkfeier am Jahrestag war geprägt von stiller Anteilnahme. Viele der Anwesenden erschienen in traditioneller Tracht, während traurige Blasmusik erklang. Der Kurpark Partenkirchen war bereits kurz nach Dahlmeiers Tod in „Laura-Dahlmeier-Park“ umbenannt worden – eine dauerhafte Erinnerung an die erfolgreiche Biathletin, die zweimal Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin war. Die Stadt würdigte damit ihre Verdienste und ihre enge Verbundenheit mit der Region.

Die Anteilnahme an Dahlmeiers Schicksal reicht weit über Garmisch-Partenkirchen hinaus. In den sozialen Medien und in Biathlon-Foren wird noch immer ihrer Leistungen und ihres Charakters gedacht. Die Gedenkstätte im Park ist zu einem Ort des stillen Gedenkens geworden, den viele Menschen aufsuchen, um Blumen niederzulegen oder einfach innezuhalten.

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