Fifa erklärt leere Plätze bei WM 2026 mit kreativer Begründung
Fifa erklärt leere WM-Plätze kreativ

Kreative Begründung: Fifa äußert sich zu leeren WM-Stadien

So sah es zeitweise im Estadio Akron in Guadalajara aus bei der Partie zwischen Südkorea und Tschechien (2:1). Foto: Moises Castillo/AP/dpa

Marcus Mühlenbeck, 13.06.2026 - 13:23 Uhr

Die WM 2026 ist gestartet. USA, Kanada und Mexiko sind die drei Gastgeberländer der größten Weltmeisterschaft aller Zeiten. Erstmals nehmen 48 Mannschaften teil. Über eine Milliarde Menschen weltweit sahen das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0). Das Aztekenstadion (80.824 Zuschauer) war ausverkauft, die Stimmung elektrisierend. Ganz anders sah es im Estadio Akron in Guadalajara beim Spiel zwischen Südkorea und Tschechien (2:1) aus. In den Fernseh-Einblendungen bei MagentaTV sind immer wieder reihenweise leere Sitzplätze zu sehen. Das Stadion fasst 45.664 Zuschauer. Nach Angaben des Weltverbandes Fifa waren 44.985 Zuschauer dort. Das macht eine Auslastung von rund 98,5 Prozent. Danach sah es definitiv nicht aus.

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Nur zwei Spiele bei der WM bislang ausverkauft

Jetzt hat sich die Fifa auf X auf dem Account Fifa Media geäußert und begründet die leer gebliebenen Sitzplätze kreativ: „Die offiziellen Zuschauerzahlen spiegeln die Anzahl der gescannten Tickets sowie der Zuschauer wider, die sich tatsächlich auf dem Stadiongelände befinden. Sie basieren nicht auf einer visuellen Einschätzung der zu einem bestimmten Zeitpunkt während des Spiels besetzten Sitzplätze. Die FIFA arbeitet eng mit den Stadionbetreibern und den Ticketing-Teams zusammen, um sicherzustellen, dass alle veröffentlichten Zahlen auf überprüften und verifizierten Betriebsdaten beruhen.“

Und weiter: „Bitte beachten Sie außerdem, dass während des gestrigen Spiels in Guadalajara mehrere Zuschauer mit gültigen Eintrittskarten auf den Umläufen des Stadions zu sehen waren, anstatt sich während der gesamten Partie auf ihren zugewiesenen Sitzplätzen aufzuhalten.“

Heißt: Hätten sich also mehrere tausend Menschen an den Getränke- und Essensbuden oder auf den Toiletten aufgehalten – und hätten somit die turbulente zweite Halbzeit mit drei Treffern und der Aufholjagd der Südkoreaner verpasst.

Immerhin: Numerisch und auch optisch war die 4:1-Gala der USA gegen Paraguay ausverkauft. Neben dem Eröffnungsspiel die zweite Partie vor voller Hütte.

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