Hat der Infantino-Wahnsinn bald ein Ende? Nach der Enthüllung der WM-Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) regt sich immer mehr Widerstand im europäischen Fußball. Nun enthüllte Politico (gehört wie BILD zu Axel Springer), dass Europas Fußballfunktionäre einen bekannten Gegenkandidaten für die Fifa-Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr in Betracht ziehen: Paris-Boss Nasser al-Khelaifi (52).
Dringlichkeitssitzung bei der Uefa
Laut drei hochrangigen internationalen Fußballfunktionären, die anonym bleiben wollen, wird der Katarer Al-Khelaifi hinter verschlossenen Türen als ernstzunehmender Kandidat gehandelt. Die Uefa ruft die 55 Mitgliedsverbände heute zu einer Dringlichkeitssitzung. Dort soll eine einheitliche Position zu den Investment-Plänen Infantinos gefunden werden. Auch ein Boykott der nächsten WM ist im Gespräch. Sofort nach Bekanntwerden der Pläne hatte die Uefa deutliche Kritik geäußert, schrieb in einem Statement: „Damit wird eine Grenze überschritten, die die Führungsgremien des Fußballs niemals überschreiten sollten.“
Infantino will dritte Amtszeit
Infantino will sich im März nächsten Jahres für seine dritte und letztmögliche Amtszeit wählen lassen. Doch sein Gegenkandidat ist ebenfalls ein mächtiger Mann! Al-Khelaifi ist Präsident von Paris Saint-Germain, leitet den Dachverband der europäischen Fußballvereine und ist Chef des globalen Medienimperiums beIN. Der Einfluss des Katarers ist groß, könnte nun aber noch weiter wachsen. Ein Vertreter Al-Khelaifis sagte am Mittwoch jedoch: „Nasser hat absolut keinen Ehrgeiz, keine Absicht und kein Interesse an einem Amt bei der Fifa, und er wird auch weiterhin alle Institutionen des Welt- und europäischen Fußballs diskret unterstützen.“
Al-Khelaifi: Retter oder umstrittene Figur?
Ist Al-Khelaifi der Retter des Fußballs? Bei vielen Fußballfans ist der Katarer als Gesicht des Scheich-Klubs PSG unbeliebt. Schon 2021 hielt er jedoch der Uefa die Treue, als zwölf Vereine aus Europas Topligen den Vorschlag einer Super League öffentlich machten. Fans in ganz Europa protestierten, und Al-Khelaifi stand mit PSG an der Seite der Uefa. Das Vorhaben Super League platzte. Die Diskussion um die Zukunft der Fifa und die Rolle von Investoren im Weltfußball spitzt sich zu. Die heutige Sitzung der Uefa-Mitgliedsverbände könnte richtungsweisend sein. Sollte Al-Khelaifi tatsächlich kandidieren, stünde ein Machtkampf zwischen den etablierten Verbänden und der Fifa-Führung bevor. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Druck auf Infantino ausreicht, um seine Pläne zu ändern oder ob der Weg zu einer Kampfabstimmung frei wird.



