BMW-Gewinn bricht um 35 Prozent ein – Stellenabbau von 8000 Jobs
BMW-Gewinn bricht um 35 Prozent ein – Stellenabbau bestätigt

Der Münchner Autobauer BMW steckt tiefer in der Krise als erwartet. Im zweiten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank von 34 auf 31 Milliarden Euro. Besonders drastisch fiel der Rückgang im Kerngeschäft Automobile aus: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stürzte um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen Euro ab. Damit verdiente BMW im abgelaufenen Quartal mit seinen Finanzdienstleistungen mehr als mit der Produktion von Autos.

China-Absatz bricht um ein Drittel ein

Hauptgrund für den Gewinneinbruch ist der wichtige Markt China. Der weltgrößte Automarkt, der lange zu den profitabelsten für BMW zählte, bereitet dem Konzern zunehmend Sorgen. Im zweiten Quartal sackten die Verkäufe in China um fast ein Drittel ab. Der Wettbewerb dort hat sich massiv verschärft, insbesondere durch heimische Elektroauto-Hersteller. Die Zahlen bestätigen den Trend, dass BMW die Krise in China härter trifft als viele Wettbewerber.

Stellenabbau von 8000 Jobs angekündigt

Einen Tag vor Veröffentlichung der Quartalszahlen war bekannt geworden, dass BMW weltweit 8000 Stellen streichen will. Konzernchef Milan Nedeljković bestätigte die Pläne nun. Der Abbau soll unter anderem über ein Abfindungsprogramm erfolgen. Details nannte der Vorstandsvorsitzende nicht. Die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern sei bereits erzielt worden. Der Personalabbau ist Teil eines umfassenden Sparkurses, mit dem BMW auf die rückläufigen Ergebnisse reagiert.

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Neuer BMW-Chef vor schwerer Bewährungsprobe

Für Nedeljković, der Mitte Mai die Konzernführung übernommen hat, ist es ein schwerer Einstand. Bereits in seinen ersten Wochen musste er eine Gewinnwarnung aussprechen. Er warnte vor weiter zunehmenden Herausforderungen: „Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen“, sagte er. BMW war lange besser durch die Krise gekommen als Mercedes-Benz und Volkswagen, doch nun holen die Probleme auch die Münchner ein.

Ausblick: Keine schnelle Erholung in Sicht

Eine rasche Besserung der Lage ist nicht absehbar. Die geplante Restrukturierung werde im zweiten Halbjahr zusätzlich auf das Ergebnis drücken, so das Unternehmen. Zudem bleibe der weltweite Automarkt äußerst herausfordernd. Die Aktie von BMW reagierte am Dienstag mit Kursverlusten. Analysten erwarten, dass die Schwäche in China und der verschärfte Wettbewerb die deutschen Hersteller noch länger belasten werden.

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