Der Fußball-Weltverband FIFA hat erneut klargestellt, dass das umstrittene Ausgleichstor von Jude Bellingham für England im Viertelfinale der Frauen-Weltmeisterschaft gegen Norwegen regelkonform war. Die Behauptung, der Ball habe vor dem Treffer das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt, wies die FIFA auf Anfrage von sportschau.de entschieden zurück.
Klarstellung der FIFA
„Auf dem Bildmaterial der Spidercam ist klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt“, teilte die FIFA mit. Damit reagierte der Weltverband auf Spekulationen, wonach wackelnde Kamerabilder einen Kontakt des Balls mit dem Kabel belegen sollten. Die Debatte war aufgekommen, nachdem Norwegens Torwart Orjan Nyland einen Abschlag ausgeführt hatte. Der Ball landete bei Englands Anthony Gordon, der Bellinghams Treffer zum 1:1 vorbereitete.
Norwegens Trainer kritisiert
Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte die Szene kritisiert: „Der Ball fiel gerade herunter direkt vor unserer Bank. Ich selbst habe es nicht gesehen, dass das Kabel berührt wurde, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache.“ Die FIFA bestritt jedoch erneut einen Kontakt. Zudem versicherte der Verband, dass der Ball trotz der Höhe des Abschlags ein konstantes Signal gesendet habe. „Das Ballsignal, der 'Herzschlag' des Balls, war die gesamte Zeit verfügbar“, erklärte die FIFA.
Folgen für das Spiel
Hätte der Ball das Kabel berührt, wäre Bellinghams Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zurückgenommen worden. England gewann die Partie mit 2:1 nach Verlängerung und trifft am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/Magenta TV und ARD) in Atlanta im Halbfinale auf Argentinien. Die FIFA betonte, dass die Technologie zuverlässig sei und keine Anzeichen für eine Irregularität vorlägen.



