Fortuna Düsseldorf setzt auf Routine: Aufstieg mit sechs Ü30-Spielern?
Fortuna setzt auf Ü30-Spieler für Wiederaufstieg

Eine Woche vor dem Saisonstart in der 3. Liga umfasst der Kader von Fortuna Düsseldorf 28 Profis. Darunter befinden sich einige vielversprechende Talente, aber auch Spieler wie Kilian Sauck (18) und Steven van der Sloot (24), deren Abschied wahrscheinlich ist. Besonders auffällig: Fünf Spieler, auf die Trainer Alexander Ende (46) und Manager Samir Arabi (47) im Kampf um den Wiederaufstieg setzen, sind bereits 30 Jahre oder älter. Ein sechster rückt in Kürze nach.

Sechs erfahrene Haudegen für den Aufstieg

Die älteren Spieler sind Fabian Schleusener (34), Matthias Zimmermann (34), Dominique Heintz (32), Jorrit Hendrix (31) und Philipp Förster (31). Hinzu kommt Tim Oberdorf (29), der am 16. August, kurz nach dem Saisonstart, seinen 30. Geburtstag feiert. Diese sechs alten Haudegen sollen die schnelle Rückkehr in die 2. Liga sichern. Fortuna möchte damit eine erfolgreiche Geschichte wiederholen.

Trainerlegende Aleks Ristic (82) machte es vor 33 Jahren vor. Nach dem Absturz in die Drittklassigkeit 1993 setzte er damals auf sechs Spieler, die 30 Jahre oder älter waren. Angeführt wurde die Gruppe von Petr Rada (67), der damals 35 Jahre alt war. Auf die Frage vor der Saison, was er mit den vielen älteren Spielern vorhabe, antwortete Ristic: „Wenn ich kurzfristig Erfolg haben will, brauche ich alte, erfahrene Spieler.“ Mit dieser Taktik marschierte er mit Fortuna Düsseldorf bis in die Bundesliga durch – ein Kunststück, das zuvor keinem deutschen Klub gelungen war.

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Lehrreiche Vergangenheit

Diesmal wären die Verantwortlichen bereits froh, wenn die Mannschaft im kommenden Frühjahr vor der Rückkehr in die 2. Liga stünde. Denn die Geschichte hat gezeigt, dass es auch ganz anders kommen kann. Nach dem letzten Abstieg aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga vor 27 Jahren benötigte Fortuna Düsseldorf zehn lange Jahre, um wieder den Aufstieg zu schaffen, darunter zwei Jahre in der 4. Liga. Erst nach 15 Jahren gelang 2012 die Rückkehr in die Bundesliga. Die aktuelle Mannschaft hofft, diesen Leidensweg zu vermeiden und direkt den Wiederaufstieg zu schaffen.

Die Mischung aus Erfahrung und Jugend scheint vielversprechend. Neben den sechs Ü30-Spielern stehen auch viele junge Talente im Kader, die von der Routine der älteren Profis profitieren sollen. Trainer Ende und Manager Arabi vertrauen auf die bewährte Kombination: alte Haudegen für die nötige Stabilität und junge Wilden für den nötigen Schwung.

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