Freund verteidigt Tuchel: Kritik an WM-Abschneiden unverdient
Freund verteidigt Tuchel: Kritik unverdient

Der frühere Tottenham-Profi und Fußball-Europameister Steffen Freund hat Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel gegen die Kritik an dem WM-Abschneiden seines Teams verteidigt. „Diese extreme Kritik hat Thomas Tuchel nicht verdient“, sagte der 56-Jährige in der TV-Sendung „Doppelpass“ von Sport1.

Medien und die besondere Rolle des deutschen Trainers

„Die Medien spielen da eine große Rolle. Du hast englische Trainer und englische Experten. Und dann kommt ein Deutscher, der England zu einem Titel führen soll. Das ist natürlich nicht einfach, ich habe da sieben Jahre gelebt“, sagte Freund weiter. Tuchel war nach dem Halbfinal-Aus gegen Argentinien (1:2) vor allem für seine taktischen Entscheidungen und Auswechslungen kritisiert worden.

Sieg im kleinen Finale als Wendepunkt

Dass sein Team danach wenigstens das Spiel um Platz drei gegen Frankreich mit 6:4 gewann, sei für Tuchel „wichtig“, meinte Freund. „Wenn Olise das 4:4 macht und das Spiel kippt komplett, dann ist er wirklich infrage. Durch diesen Sieg gestern weiß ich: Er kriegt die Chance beim Heim-Turnier.“ Die Europameisterschaft 2028 findet in England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland statt.

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Magath: Tuchel liefert historische Leistung

Auch der frühere Nationalspieler und Meistertrainer Felix Magath lobte Englands deutschen Coach. „Ich bin kein Freund von Thomas Tuchel. Weil Thomas Tuchel zu der Generation Trainer gehört, die selbst ein Spiel gewinnen wollen. Sie wollen nicht die Spieler gewinnen lassen, sondern die Trainer sollen das Spiel gewinnen. Dementsprechend coacht er ja“, sagte Magath. Aber: Tuchel habe „eine Leistung abgeliefert, wie sie die Engländer seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben“. Seine Amtszeit sei ein Erfolg.

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