Geheime Telefonate: So baute Nagelsmann Rüdiger für WM-Moment auf
Geheime Telefonate: Nagelsmann baute Rüdiger auf

Winston-Salem – Antonio Rüdiger (33) muss jetzt wieder zum Co-Abwehrchef werden. Durch das WM-Aus von Nico Schlotterbeck (26, Bänderriss im Knöchel) rückt der Real-Madrid-Star in die Innenverteidigung der Top-Elf neben Jonathan Tah (30). Es ist sehr wahrscheinlich, dass beide bereits im eigentlich bedeutungslosen letzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen Ecuador das Abwehr-Duo bilden, um sich für die kommenden K.o.-Spiele einzuspielen.

Nagelsmanns langfristige Planung mit Rüdiger

Wie BILD exklusiv erfahren hat, baute Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) den Ex-Abwehrchef monatelang gezielt für diesen Moment auf. Rüdiger war bei Real Madrid Ende letzten Jahres mit einer Oberschenkelverletzung lange ausgefallen, die WM-Teilnahme stand zeitweise auf der Kippe. Im Januar erlitt er zudem eine Knieverletzung. Nach BILD-Informationen hatten Nagelsmann und Rüdiger in dieser gesamten Zeit engen Kontakt und telefonierten viel. Der Bundestrainer erkundigte sich immer wieder nach Rüdigers Gesundheit und Fitness. Bereits vor den Länderspielen im März teilte er ihm am Telefon mit, wie er mit ihm plant: nicht mehr in der Startelf, da er Tah und Schlotterbeck nach deren starken Saisons vorne sah. Aber als wichtigen, routinierten Backup, der sofort zur Stelle ist, wenn einer ausfällt. Diese Situation ist nun schneller eingetreten als gedacht, und Rüdiger ist wieder richtig wichtig.

DFB froh über „neuen“ Rüdiger

Schon in den Telefonaten im Frühjahr sagte Rüdiger sofort zu und nahm seine neue Rolle klaglos an. In der neuen Rolle ging er voll auf: Als Routinier ist er Ansprechpartner für die Jüngeren, lebt den Teamgedanken vor, nimmt sein eigenes Ego zurück und jubelte von der Bank aus mit. Erst letzte Woche machte er das auch öffentlich deutlich, schwärmte auf einer Pressekonferenz von Schlotterbeck und machte Tah zum neuen Anführer: „Er ist der neue Chef.“ Sein Auftritt kam nach BILD-Informationen intern beim DFB extrem gut an. Er lebt die Rolle auch im Camp in Winston-Salem. Mit dem verletzten Schlotterbeck hat er einen hervorragenden Draht – bestes Beispiel: Nach dem Sieg gegen die Elfenbeinküste stieg er mit Schlotterbecks Kind auf dem Arm aus dem Mannschaftsflieger. Auch dass Schlotterbeck beim Team bleibt, statt abzureisen, zeigt: Er will das neue Abwehr-Duo Tah/Rüdiger voll unterstützen. Alle leben den Weltmeister-Traum.

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Rüdiger und Tah – ein eingespieltes Duo

Rüdiger und Tah verstehen sich bestens. Sie standen bereits in 22 Länderspielen gemeinsam auf dem Platz – zum ersten Mal vor über zehn Jahren im März 2016. Vor Schlotterbecks Verletzung hatte Rüdiger demütig gesagt: „Es freut mich, Teil dieser Mannschaft zu sein. Ich will einfach mit den Jungs Spaß haben und gute Vibes verbreiten. Wir alle haben hier nur ein Ziel. Und dafür ist jeder wichtig.“ Für das große Weltmeister-Ziel ist jetzt vor allem Co-Abwehrchef Rüdiger wieder mittendrin und superwichtig.

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