Die neue Saison der Regionalliga Nordost verspricht, die stärkste aller Zeiten zu werden. Am Freitag (19 Uhr) startet der FC Rot-Weiß Erfurt mit einem Heimspiel gegen den BFC Dynamo. Trainer Fabian Gerber (46) nimmt vorab den Druck von seiner Mannschaft: „Wir wollen im oberen Drittel mitspielen, den Aufstieg machen aber andere unter sich aus.“
Direkter Aufstiegsplatz und Wettrüsten der Konkurrenz
In dieser Saison gibt es einen direkten Aufstiegsplatz für den Meister. Die Teams übertrumpfen sich gegenseitig mit Verstärkungen. Allen voran die VSG Altglienicke, die mit Ex-Bundesliga-Profi John Anthony Brooks (von Hertha BSC), Aufstiegsgarant Tolga Cigerci (von Energie Cottbus) und dem international erfahrenen Lenny Czyborra antritt. Gerber schaut mit Kopfschütteln auf das Wettrüsten: „Einige nähern sich mit den Gehältern der 3. Liga. Allein, was Altglienicke sich da für ein Team zusammengekauft hat, ist ja geisteskrank.“ Für ihn sind die Berliner der Topfavorit auf den Aufstieg.
Lob für Erzrivale Jena und eigene Zurückhaltung
Neben Altglienicke nennt Gerber Absteiger Erzgebirge Aue, den Halleschen FC, Chemnitz und den FC Carl Zeiss Jena als Aufstiegskandidaten. „Die haben mit Elias Löder einen echten Königstransfer geschafft“, lobt Gerber den Erzrivalen aus Thüringen. Der Angreifer gehöre zu den besten in der Liga. „Nach dem Abgang von Obed Ugondu suchen wir auch noch einen Torjäger. Leider sind wir noch nicht fündig geworden“, fügt Gerber an.
Rot-Weiß selbst kann und will kein wirtschaftliches Risiko eingehen. Die eigene Insolvenz, die sich über Jahre zog und den Klub bis in die fünftklassige Oberliga spülte, sei Mahnung genug, betont Gerber. „Wir bleiben auf unserem seriösen Weg, machen kein Harakiri“, erklärt der RWE-Trainer.
Ausblick auf die Saison
Die Regionalliga Nordost startet mit hohen Erwartungen. Während Altglienicke mit prominenten Neuzugängen auf Titeljagd geht, setzt Erfurt auf Kontinuität und finanzielle Solidität. Die Konkurrenz ist stark, doch Gerber bleibt gelassen: „Wir wollen oben mitspielen, aber der Druck liegt bei anderen.“



