Neun Monate nach dem spektakulären Juwelenraub im Pariser Louvre soll die betroffene Apollo-Galerie nun wieder für Besucher zugänglich sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen wird die Galerie am Mittwoch wiedereröffnet. Allerdings werden dort vorerst keine Juwelen mehr ausgestellt. Die bei dem Raub nicht entwendeten Stücke wurden an einen sicheren Ort gebracht.
Hintergrund des Raubes
Im Oktober 2025 drangen vier Männer am helllichten Tag mithilfe eines Lastenaufzugs in die Apollo-Galerie des Louvre ein und stahlen einen Teil der französischen Kronjuwelen. Der Materialwert der Beute beträgt 88 Millionen Euro, der ideelle Verlust wird als noch größer eingeschätzt. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, aber die gestohlenen Juwelen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Neue Sicherheitsmaßnahmen
Museumsdirektor Christophe Leribault kündigte in einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“ an, dass die nicht entwendeten Juwelen in einen fensterlosen Tresorraum in einem anderen Teil des Museums verlegt werden. „Das bringt umfangreiche Bauarbeiten mit sich, aber wir müssen den idealen Standort finden. Und die Finanzierung klären“, so Leribault. Arbeiter montieren derzeit eiserne Fenstergitter an der Apollo-Galerie, um zukünftige Einbrüche zu verhindern.
Auswirkungen auf den Museumsbetrieb
Die Wiedereröffnung der Apollo-Galerie ohne Juwelen ist ein vorläufiger Schritt zur Normalisierung des Museumsbetriebs. Besucher können die historische Galerie wieder besichtigen, jedoch ohne die berühmten Kronjuwelen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Der Louvre plant, die Juwelen langfristig in einem speziell gesicherten Raum unterzubringen, was jedoch Zeit und finanzielle Mittel erfordert.



