Kölns nächster Neuzugang ist da: Ghana-Star Gideon Mensah (28) hat am Mittwoch in Kitzbühel nach überstandenem Virus-Infekt das Training aufgenommen. Rund 500 mitgereiste FC-Fans empfingen ihn mit Szenen-Applaus. Der Linksverteidiger verriet dabei, dass er seine Zukunft beim FC bereits während der Weltmeisterschaft festgemacht hatte.
Entscheidung fiel während der WM
Konkret gab Mensah sein Ja zum FC nach dem 0:0 Ghanas gegen England – dem zweiten WM-Spiel. Zuvor hatte Ghana 1:0 gegen Panama gewonnen. „Den ersten Kontakt hatte ich schon vor der WM. Das waren sehr gute Gespräche mit Kader-Planer Tim Steidten. Während des Turniers hatte ich dann noch Gespräche unter anderem mit dem Trainer, und nach dem 2. Spiel bei der WM war eigentlich alles zu 100 Prozent klar“, erklärte Mensah.
Mensah ist neben England-Juwel Reigan Heskey (18) Kölns bislang größter Transfer-Coup. Ein Vorteil im Werben um den schnellen Linksverteidiger: Kader-Planer Steidten kennt Mensah und seinen Berater schon lange und wollte ihn bereits zu seiner Leverkusener Zeit zu Bayer holen. Jetzt hatte er sich frühzeitig um Mensah bemüht, sodass andere Klubs, die während der WM auf den Ghanaer aufmerksam wurden, leer ausgingen.
Weg von mehreren Optionen
„Ich hatte mehrere Optionen, aber ich habe alles abgewogen und fand, dass der FC am besten zu mir und zu meinen Zielen passt. Deshalb bin ich froh, hier zu sein“, sagte Mensah. Er verspricht: „Ich bin explosiv, gut mit Ball. Ich laufe gerne viel und bin generell ein positiver Spieler.“
Nicht sein einziges Versprechen: Mensah entschied sich für die Trikotnummer 14 – die einstige Nummer von Ex-Kapitän Jonas Hector (36). „Ich weiß, dass das eine historische Nummer für den FC ist. Wenn man die trägt, hat man eine große Verpflichtung. Aber ich bin bereit dafür“, so Mensah.
Aufbau nach Erkrankung
Bis Mensah wieder in WM-Form ist und seine Top-Leistung abrufen kann, wird es noch einige Tage dauern. Aufgrund der Virus-Infektion und des Sonderurlaubs nach der WM hat er seit drei Wochen keinen Ball getreten. Der Abräumer wird nun langsam ans Teamtraining herangeführt.



