Grabowski, Götze, Undav: Deutschlands Super-Joker im DFB-Trikot
Grabowski, Götze, Undav: Deutschlands Super-Joker

Mit zwei Toren nach seiner Einwechslung dreht Deniz Undav das Spiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) und macht den deutschen Gruppensieg bei der WM vorzeitig klar. Der Stürmer vom VfB Stuttgart reiht sich damit in eine lange Ahnenreihe überragender Einwechselspieler im DFB-Trikot ein.

Jürgen Grabowski: Der beste Einwechselspieler der Welt

Jürgen Grabowski (†77) vom früheren Frankfurter (44 Länderspiele) trug den Beinamen „bester Einwechselspieler der Welt“. Obwohl er bei der WM 1970 kein Tor schoss, kam er in den ersten vier Spielen (Marokko, Bulgarien, Peru, England) jeweils als Joker. Gegen den amtierenden Weltmeister England lag der DFB im Viertelfinale 0:2 hinten, doch der eingewechselte Grabowski trug maßgeblich zur Wende und dem 3:2 nach Verlängerung bei. Die WM 1970 in Mexiko war die erste, bei der Spielerwechsel überhaupt erlaubt waren – zwei pro Spiel. Heute sind es maximal fünf.

Mario Götze: Der Titel-Joker

Mario Götze (34) machte den deutschen WM-Sieg 2014 klar. In der 88. Minute wurde er gegen Argentinien für Miroslav Klose eingewechselt. Bundestrainer Joachim Löw gab ihm mit: „Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi und entscheide das Spiel.“ In der 113. Minute traf er zum 1:0. Es war das wichtigste Joker-Tor der deutschen Fußball-Geschichte.

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André Schürrle: Der Rekord-Joker

André Schürrle (35) erzielte bei der WM 2014 drei Joker-Tore: gegen Algerien im Achtelfinale (eins beim 2:1 n. V.) und gegen Brasilien im Halbfinale (zwei Tore beim 7:1). Noch wichtiger: Als Einwechselspieler im WM-Finale bereitete er den Siegtreffer von Götze vor.

Rudi Völler: Der Joker der 80er

Rudi Völler (66) war vor Schürrle der deutsche WM-Joker mit zwei Treffern. Bei der WM 1986 machte er den Halbfinal-Sieg gegen Frankreich mit seinem 2:0 nach der Einwechslung für Karl-Heinz Rummenigge endgültig klar. Im Endspiel gegen Argentinien kam Völler zur Pause für Klaus Allos. Deutschland lag 0:2 zurück, nach dem 2:1 durch Rummenigge erzielte Völler das 2:2. Burruchaga traf jedoch zum 3:2-Sieg für die Südamerikaner.

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