Erling Haaland, Norwegens gefeierter WM-Star, hat für einen Eklat gesorgt, als er die großen Feierlichkeiten in seiner Heimat vorzeitig verließ, um an einer Modenschau auf Sizilien teilzunehmen. Der Stürmer von Manchester City war beim Empfang durch König Harald noch anwesend, fehlte jedoch bei der anschließenden Party mit den Fans am Montagabend. Grund: Haaland flog gemeinsam mit Teamkollege Sander Berge mit einem Privatjet zu einer Modenschau des italienischen Modehauses Dolce & Gabbana.
Kritik von TV-Experte
Der ehemalige Profi Bengt Eriksen, der als Experte für den norwegischen TV-Sender NRK arbeitet, kritisierte Haaland scharf. „Haaland hat bei der WM sieben Tore erzielt. Das hier war ein Eigentor“, sagte Eriksen. Die norwegische Mannschaft war nach dem Termin beim König noch in einem offenen Bus durch Oslo gefahren. Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern.
Feierlichkeiten in Oslo
Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Kronprinz Haakon stand an der Trommel und gab den Rhythmus vor. „Ich habe mein Bestes gegeben, wir sind etwas ins Hintertreffen geraten. Sie haben gut gerudert“, sagte Haakon. Von Haaland war da schon nichts mehr zu sehen.
Nationaltrainer verteidigt Haaland
Nationaltrainer Stale Solbakken verteidigte seinen Star. „Es war nicht seine Schuld. Unser Flug aus den USA hatte vier oder fünf Stunden Verspätung, und er hatte einige Vereinbarungen getroffen, die nicht gebrochen werden konnten“, sagte Solbakken gegenüber TV 2. In einem Video ist zu sehen, wie Haaland den Palast durch den Hinterausgang verlässt und in ein wartendes Auto steigt. Der 25-Jährige flog noch am Abend nach Sizilien, am Dienstag tauchte er dort mit seiner Partnerin Isabella auf einer Modenschau von Dolce & Gabbana auf. Haaland ist Markenbotschafter des italienischen Modehauses und hatte bereits vor einem Jahr an der Veranstaltung teilgenommen.



