Haiti entlässt Trainer Migné trotz historischer WM-Qualifikation
Haiti entlässt Trainer Migné trotz WM-Quali

Haiti hat sich von Nationaltrainer Sébastien Migné getrennt, nur wenige Wochen nachdem der 53-jährige Franzose das Land zur ersten Weltmeisterschaft seit 1974 geführt hatte. Die Trennung erfolgte laut Verband „im gegenseitigen Einvernehmen“.

Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verlor Haiti alle drei Vorrundenspiele: 0:1 gegen Schottland, 0:3 gegen Brasilien und 2:4 gegen Marokko. Mit 2:8 Toren und null Punkten schied die Mannschaft als Gruppenletzter aus.

Historische Qualifikation als Meilenstein

„Mignés Amtszeit bleibt insbesondere durch die historische Qualifikation Haitis für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 geprägt. Dies ist ein bedeutender Erfolg“, hieß es in einer Pressemitteilung des haitianischen Fußballverbandes. Migné hatte das Amt 2024 übernommen und das Team in nur zwei Jahren zur WM geführt.

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Haiti hatte zuvor nur einmal an einer WM teilgenommen: 1974 in Deutschland. Die Rückkehr nach 52 Jahren galt als Sensation, zumal die Mannschaft in der Qualifikation favorisierte Teams wie Kanada hinter sich ließ.

WM-Aus ohne Punktgewinn

Trotz des historischen Erfolgs blieb die WM-Endrunde ernüchternd. In Gruppe C traf Haiti auf Brasilien, Marokko und Schottland. Die 0:1-Auftaktniederlage gegen Schottland war noch knapp, doch das 0:3 gegen Brasilien offenbarte die spielerischen Grenzen. Im letzten Spiel gegen Marokko gelang immerhin ein 2:4, doch es reichte nicht zum Weiterkommen.

Die Entlassung Mignés zeigt den hohen Erwartungsdruck, dem Trainer in Entwicklungsländern ausgesetzt sind. Der Verband würdigte zwar die Qualifikation, zog aber aus dem WM-Auftritt Konsequenzen.

Nachfolge ungewiss

Wer Migné beerbt, ist noch nicht bekannt. Haiti steht nun vor der Herausforderung, die erfolgreiche Qualifikation als Basis für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Migné selbst äußerte sich bislang nicht zu seiner Entlassung.

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