Kraftstoff-Engpässe: Russland priorisiert Sprit für Lebensmittel-Lieferanten
Russland priorisiert Sprit für Lebensmittel-Lieferanten

Die russische Regierung hat angesichts landesweiter Kraftstoff-Engpässe Maßnahmen ergriffen, um die bevorzugte Belieferung von Lebensmittel-Transporten mit Benzin und Diesel sicherzustellen. Dies gab der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Mittwoch in Moskau bekannt.

Hintergrund der Entscheidung

Nowak betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahme: „Das ist wichtig, um zu verhindern, dass Lebensmittel verderben.“ Die Kraftstoffversorgung für Lieferanten der großen Einzelhandelsketten solle priorisiert werden. Damit sollen auch zusätzliche Kosten vermieden werden, die die Verbraucherpreise hochtreiben könnten.

Die Engpässe sind auf ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Energie-Infrastruktur und Ölraffinerien zurückzuführen. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters und zweier Branchen-Insider ist die russische Benzinproduktion auf rund 65 Prozent des saisonalen Durchschnittsverbrauchs gefallen.

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Auswirkungen auf die Wirtschaft

Der zur Bewältigung der Krise eingerichtete Krisenstab der Regierung erörterte auch die Dieselversorgung für die Landwirtschaft. Die russische Zentralbank hat bereits erklärt, dass der Produktionsrückgang das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal beeinträchtigt haben dürfte.

Die Priorisierung von Lebensmittel-Lieferanten soll nicht nur die Versorgung sichern, sondern auch Preisspitzen für Verbraucher verhindern. Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Kraftstoffmarktes werden erwartet.

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