Taifun „Bavi“: 15 Tote auf Philippinen, 39 in China – Taiwan in Alarmbereitschaft
Taifun „Bavi“: 15 Tote auf Philippinen, 39 in China

Taiwan bereitet sich auf den schwersten Taifun seit mehr als drei Jahrzehnten vor. Der Wirbelsturm „Bavi“ steuert auf die Insel zu und bringt Orkanböen sowie heftige Regenfälle mit sich. Auf den Philippinen sind infolge der Ausläufer des Sturms bereits mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. In China kamen bei Überschwemmungen mindestens 39 Menschen ums Leben, darunter 26 infolge eines Dammbruchs.

Größter Taifun seit 30 Jahren

Nach Angaben des taiwanischen Wetterdienstes hat „Bavi“ einen Durchmesser von rund 380 Kilometern und ist damit der größte Taifun, der Taiwan seit über 30 Jahren erreicht. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern pro Stunde, in Böen sogar bis zu 190 Kilometer pro Stunde. Besonders betroffen sein dürften die Regionen um Taipeh, Neu-Taipeh, Keelung und Yilan.

Extreme Regenmengen und Evakuierungen

Die Behörden rechnen mit extremen Regenmengen, vorwiegend in den Bergregionen Zentral- und Nordtaiwans. Dort könnten innerhalb kurzer Zeit bis zu einem Meter Niederschlag fallen. Entsprechend groß ist die Sorge vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Mehr als 2000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Hunderte Flüge fielen aus, Schulen, Büros und Geschäfte blieben in weiten Teilen des Nordens und Ostens geschlossen.

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Militär in Bereitschaft

In der osttaiwanischen Region Hualien überwachen Einsatzkräfte zwei Staudämme, da Dammbrüche nicht ausgeschlossen werden. Präsident Lai Ching-te rief die Bevölkerung zu höchster Wachsamkeit auf. Rund 28.000 Soldatinnen und Soldaten stehen für mögliche Rettungseinsätze bereit. In der Hafenstadt Keelung bereiteten sich viele Bewohner auf den Sturm vor. Sie deckten sich mit Lebensmitteln ein, sicherten Fenster und Hauseingänge mit Klebeband und Sandsäcken.

Verheerende Folgen auf den Philippinen und in China

Auch auf den Philippinen zeigt der Taifun bereits verheerende Folgen. Auf der Insel Mindanao lösten starke Regenfälle zwei Erdrutsche aus. Nach Behördenangaben kamen dabei mindestens 15 Menschen ums Leben. Japan traf ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen. Auf den abgelegenen Sakishima-Inseln blieben Schulen und Behörden geschlossen. Der Wetterdienst warnte vor hohen Wellen, schweren Sturmböen und Erdrutschen. Im weiteren Verlauf dürfte „Bavi“ Richtung Ostchina ziehen. Dort hatten Unwetter bereits in den vergangenen Tagen schwere Schäden verursacht. Nach offiziellen Angaben kamen bei Überschwemmungen mindestens 39 Menschen ums Leben, darunter 26 infolge eines Dammbruchs.

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