Hannover 96 hat ein klares Ziel: die Rückkehr in die Bundesliga. Sportchef Jonas Boldt hat nun öffentlich gemacht, an welchen Vereinen sich die Niedersachsen bei ihrem Aufstiegsprojekt orientieren. Als Vorbilder nannte er unter anderem den SC Freiburg und den 1. FC Union Berlin, die mit nachhaltiger Arbeit und klarem Profil den Sprung nach oben geschafft haben.
Boldt: „Freiburg und Union sind Blaupausen“
„Wir schauen genau hin, wie Klubs wie Freiburg oder Union Berlin es geschafft haben, sich in der Bundesliga zu etablieren“, sagte Boldt. „Das sind Vereine, die über Jahre einen Plan verfolgt haben, ohne von kurzfristigen Ergebnissen abzuweichen.“ Die 96-Verantwortlichen wollen diesen Weg nun ebenfalls einschlagen. Der Fokus liege auf Kontinuität, Talententwicklung und einer klaren Spielphilosophie.
Hannover 96 war 2019 aus der Bundesliga abgestiegen und verpasste in den folgenden Jahren den Wiederaufstieg. In der aktuellen Saison 2023/24 belegt das Team von Trainer Stefan Leitl einen Platz im oberen Tabellendrittel der 2. Bundesliga. Die Ambitionen sind jedoch größer: „Wir wollen nicht nur aufsteigen, sondern uns dann auch halten“, betonte Boldt.
Nachhaltigkeit statt Schnellschüsse
Der Sportchef stellte klar, dass man nicht auf kurzfristige Erfolge mit hohen finanziellen Risiken setze. Stattdessen setze man auf die Entwicklung eigener Talente und eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Spielern. „Wir müssen unseren Kader so zusammenstellen, dass er auch im Falle eines Aufstiegs wettbewerbsfähig ist“, so Boldt. Dies sei der Fehler der Vergangenheit gewesen, als man nach dem Aufstieg 2019 mit vielen Neuzugängen den Klassenerhalt nicht schaffte.
Als weiteres Vorbild nannte Boldt den VfL Bochum, der 2021 überraschend aufstieg und sich seither in der Bundesliga behauptet. „Bochum hat gezeigt, dass es mit einem klaren Konzept und einem eingeschworenen Team möglich ist, sich zu etablieren“, sagte der 41-Jährige.
Kaderplanung für die Zukunft
Hannover 96 hat bereits erste Weichen für die kommende Saison gestellt. Mit Torjäger Nicolò Tresoldi und Mittelfeldmotor Cedric Teuchert stehen Leistungsträger langfristig unter Vertrag. Zudem setzt man auf die Eigengewächse wie Max Christiansen und Phil Neumann. „Wir haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern“, analysierte Boldt.
Die Fans hoffen, dass der Plan aufgeht. Die Stimmung im Verein sei positiv, die Mannschaft zeige Charakter. „Wir wissen, dass der Weg noch weit ist, aber wir sind auf dem richtigen Kurs“, so Boldt abschließend. Ob Hannover 96 tatsächlich den Sprung zurück ins Oberhaus schafft, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.



