Hannover 96: Gindorf übernimmt als neuer Geschäftsführer
Hannover 96: Gindorf wird neuer Geschäftsführer

Martin Gindorf wird neuer Geschäftsführer von Hannover 96. Der 54-jährige Fußball-Funktionär tritt sein Amt am 1. Juli 2024 an und soll den Zweitligisten sportlich und wirtschaftlich stabilisieren. Dies gab der Verein am Dienstag offiziell bekannt.

Gindorf folgt auf Kind

Gindorf übernimmt die Position von Martin Kind, der den Verein nach über 20 Jahren verlässt. Kind hatte Hannover 96 seit 2003 als Geschäftsführer geführt und war maßgeblich an der sportlichen Entwicklung beteiligt. Gindorf bringt umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen Führungspositionen im Profifußball mit.

Zuletzt war der gebürtige Kölner als Geschäftsführer bei Eintracht Braunschweig tätig, wo er für die wirtschaftliche Sanierung des Vereins verantwortlich zeichnete. Zuvor arbeitete er unter anderem für den 1. FC Köln und den VfL Wolfsburg. Seine Expertise liegt insbesondere in der strategischen Planung und der Entwicklung von Nachwuchskonzepten.

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Herausforderungen für den neuen Geschäftsführer

Hannover 96 befindet sich nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 2019 in einer schwierigen Phase. Der Verein kämpft in der 2. Bundesliga um den Wiederaufstieg, konnte sich jedoch in den vergangenen Spielzeiten nicht entscheidend verbessern. In der aktuellen Saison belegt Hannover 96 den neunten Tabellenplatz, mit elf Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge.

„Wir sind überzeugt, dass Martin Gindorf der richtige Mann ist, um Hannover 96 wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen“, sagte Aufsichtsratschef Sebastian Kramer. „Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er Vereine sowohl sportlich als auch wirtschaftlich voranbringen kann.“

Gindorfs Ziele für Hannover 96

Gindorf selbst zeigte sich ambitioniert: „Hannover 96 hat ein enormes Potenzial. Ich freue mich auf die Aufgabe, den Verein gemeinsam mit dem gesamten Team weiterzuentwickeln. Unser Ziel muss es sein, langfristig wieder in der Bundesliga zu spielen und die Tradition des Vereins zu wahren.“

Der neue Geschäftsführer betonte zudem die Bedeutung der Nachwuchsarbeit: „Eine starke Jugendarbeit ist die Basis für nachhaltigen Erfolg. Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt in unsere Talente investieren und ihnen Perspektiven bieten.“

Reaktionen aus dem Umfeld

Die Entscheidung für Gindorf stieß im Umfeld von Hannover 96 auf überwiegend positive Resonanz. Fanvertreter zeigten sich zuversichtlich, dass der neue Geschäftsführer für Kontinuität und Stabilität sorgen könne. „Martin Gindorf hat einen guten Ruf in der Branche. Wir hoffen, dass er den Verein wieder in die Erfolgsspur bringt“, sagte ein Sprecher der Faninitiative „96er-Freunde“.

Kritik gab es hingegen an der langen Amtszeit von Martin Kind, die von manchen als zu dominant empfunden wurde. Gindorf kündigte an, einen offeneren Führungsstil zu pflegen und mehr Transparenz zu schaffen. „Ich möchte die Mitarbeiter und Fans mitnehmen und gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten.“

Mit der Verpflichtung Gindorfs endet eine monatelange Suche nach einem Nachfolger für Kind. Der Verein hatte mehrere Kandidaten geprüft, sich letztlich aber für den erfahrenen Funktionär entschieden. Gindorf erhält einen Vertrag bis 2027.

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