AfD-Parteitag in Erfurt: Gewalt gegen Reporter und Delegierte
AfD-Parteitag: Gewalt gegen Reporter und Delegierte

Beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt ist es am Samstag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Demonstranten jagten einen Reporter durch die Innenstadt, ein anderer Journalist wurde getreten. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Attacke auf Reporter am Rande des AfD-Parteitags

Nach Angaben der Polizei attackierten etwa 20 Vermummte einen Kameramann, der für ein privates Fernsehsender arbeitete. Sie schlugen auf ihn ein und traten nach ihm. Der Journalist erlitt leichte Verletzungen. Die Täter konnten unerkannt fliehen.

In einem weiteren Vorfall wurde ein Fotograf von einer Gruppe Demonstranten durch die Stadt gejagt. Er suchte Schutz in einem Geschäft. Die Polizei sicherte Spuren und sucht Zeugen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Staatsschutz warnt vor enthemmter Gewalt

Bereits im Vorfeld hatte der Staatsschutz vor einer Eskalation gewarnt. In einem Lagebericht hieß es, Linksextreme planten, den AfD-Parteitag massiv zu stören. Es bestehe die Gefahr „enthemmter Gewalt“.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt wurden 17 Beamte verletzt, einer davon schwer. Die Polizei nahm 23 Personen vorläufig fest.

Reaktionen auf die Ausschreitungen

AfD-Chef Tino Chrupalla zeigte sich erschüttert. „Das ist ein Angriff auf die Demokratie“, sagte er. „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“ Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser verurteilte die Gewalt. „Journalisten müssen ihre Arbeit ungehindert ausüben können“, erklärte sie.

Die Linke distanzierte sich von den Ausschreitungen. „Gewalt ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung“, sagte eine Sprecherin. Die Partei rief zu friedlichen Protesten auf.

Hintergrund: AfD-Parteitag in Erfurt

Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt stand im Zeichen der Europawahl. Die Partei wählte ihre Spitzenkandidaten und beschloss das Wahlprogramm. Die Demonstrationen richteten sich gegen die Migrationspolitik der AfD.

Die Polizei ermittelt nun gegen mehrere Tatverdächtige. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Die Suche nach den Tätern läuft auf Hochtouren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration