Sicherheitsexperte Neumann: Kein Neustart des Iran-Kriegs erwartet
Sicherheitsexperte Neumann: Kein Neustart des Iran-Kriegs

Der Sicherheitsexperte Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King's College London, rechnet trotz der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran nicht mit einem vollständigen Kriegsausbruch. Beide Seiten schreckten davor zurück, einen kompletten Krieg anzufangen, sagte er im Handelsblatt-Podcast. Die Ursache der aktuellen Spannungen sieht Neumann in Konstruktionsfehlern des Rahmenabkommens, das beide Seiten zu unterschiedlichen Interpretationen eingeladen habe – insbesondere bei der Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Trump erklärt Rahmenabkommen für hinfällig

US-Präsident Donald Trump hatte das Rahmenabkommen und die Waffenruhe mit dem Iran für hinfällig erklärt. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch sagte Trump, er wolle mit dem Iran nichts mehr zu tun haben, und bezeichnete die iranische Führung als „Abschaum“. Diese verbale Eskalation folgte auf eine militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran, die den Ölpreis deutlich steigen ließ und die globalen Märkte in Unruhe versetzte.

Nato-Gipfel in Ankara: Trump attackiert Bündnispartner

Auf dem Nato-Gipfel in Ankara teilte Trump auch gegen die Bündnispartner aus. Er kündigte an, alle Handelsbeziehungen mit Spanien zu beenden – unter anderem wegen der mangelnden militärischen Unterstützung im Iran-Konflikt und weil das Land sich weigere, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Zudem erneuerte Trump seinen Anspruch auf Grönland. Wie Sicherheitsexperte Neumann auf diese Entwicklungen blickt, erfahren Sie im Podcast.

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Unicredit sichert sich Mehrheitsbeteiligung an Commerzbank

Im Übernahmekampf um die Commerzbank hat die italienische Unicredit einen weiteren Erfolg erzielt. Das Geldhaus sicherte sich im Rahmen seines Übernahmeangebots 44,37 Prozent der Commerzbank-Aktien. Hinzu kommen Finanzinstrumente in Höhe von 3,22 Prozent, die in Commerzbank-Papiere umgewandelt werden können. Insgesamt kontrolliert die Unicredit somit 47,59 Prozent der Commerzbank-Aktien. Was das für den Übernahmekampf bedeutet, erklärt Andreas Kröner, Co-Leiter des Teams Banken und Versicherer beim Handelsblatt.

Auswirkungen auf den deutschen Bankenmarkt

Die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit könnte den deutschen Bankenmarkt grundlegend verändern. Kritiker sehen die Gefahr einer zu starken Konzentration, während Befürworter auf Synergieeffekte und eine gestärkte Wettbewerbsposition hoffen. Ein Streitgespräch zwischen Experten beleuchtet die Chancen und Risiken für Deutschland.

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