Hannover 96 fragte bei Weltmeister an – Mega-Transfer geplatzt
Hannover 96: WM-Held fast in der 2. Liga

Hannover 96 hat offenbar bei einem argentinischen Weltmeister angeklopft. Der Mega-Transfer wäre der größte in der Geschichte des Zweitligisten gewesen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, fragten die Niedersachsen bei Ex-Bayern-Star Lucas Hernández an. Der 29-jährige Abwehrspieler wurde 2018 mit Frankreich Weltmeister und spielte zuletzt bei Paris Saint-Germain.

Hernández vor Wechsel zu Milan

Laut Informationen der „Bild“ hat Hannover 96 tatsächlich bei Lucas Hernández angefragt. Der Innenverteidiger, der 2018 mit Frankreich Weltmeister wurde und zuvor für Atlético Madrid und Bayern München spielte, stand bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Sein Vertrag in Paris lief aus, sodass er ablösefrei zu haben war. Der Kontakt zwischen Hannover und dem Spieler soll tatsächlich zustande gekommen sein. Allerdings habe Hernández kein Interesse an einem Wechsel in die 2. Bundesliga gezeigt.

Stattdessen steht der 29-Jährige nun kurz vor einem Wechsel zu AC Mailand. Die Italiener sollen bereits eine Einigung mit dem Spieler erzielt haben. Hernández soll in Mailand einen Vertrag bis 2028 unterschreiben und rund vier Millionen Euro pro Saison verdienen. Für Hannover 96 wäre eine Verpflichtung finanziell unmöglich gewesen – selbst wenn der Spieler gewollt hätte.

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96-Sportdirektor bestätigt Anfrage

Auf Nachfrage der „Bild“ bestätigte Hannover 96 Sportdirektor Marcus Mann: „Wir haben bei Lucas Hernández angefragt. Das ist richtig. Aber es war uns von Anfang an klar, dass das ein sehr schwieriges Unterfangen wird.“ Mann betonte, dass man bei 96 immer wieder versuche, solche Chancen zu nutzen, auch wenn sie unrealistisch erscheinen. „Wir müssen kreativ sein und über den Tellerrand schauen. Manchmal ergibt sich daraus etwas, manchmal nicht. In diesem Fall hat es nicht geklappt.“

Der geplatzte Mega-Transfer zeigt aber auch die Ambitionen von Hannover 96. Der Zweitligist möchte langfristig wieder in die Bundesliga aufsteigen und sucht nach namhaften Verstärkungen. Dass man bei einem Weltmeister anfragt, zeigt, dass die Verantwortlichen durchaus bereit sind, große Träume zu haben.

Hernández' Karriere: Von Bayern zu PSG

Lucas Hernández begann seine Karriere bei Atlético Madrid, wo er 2014 debütierte. 2018 wechselte er für eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro zu Bayern München – damals der teuerste Transfer des Rekordmeisters. Mit den Bayern gewann er unter anderem die Champions League 2020. Nach vier Jahren in München zog es ihn 2023 zu Paris Saint-Germain, wo er jedoch nur ein Jahr blieb. In Paris gewann er das Double aus Meisterschaft und Pokal. Insgesamt absolvierte Hernández 237 Pflichtspiele in den europäischen Topligen und erzielte dabei 14 Tore.

Für die französische Nationalmannschaft bestritt der Abwehrspieler 33 Länderspiele und wurde 2018 Weltmeister. Bei der WM in Russland stand er in der Startelf und überzeugte als linker Verteidiger. Sein Vertrag bei PSG lief im Sommer 2024 aus, sodass er ablösefrei zu haben war.

Hannover 96: Kreativ auf dem Transfermarkt

Der gescheiterte Transfer von Lucas Hernández ist nicht der erste spektakuläre Anlauf von Hannover 96. Bereits in der Vergangenheit versuchte der Verein, prominente Spieler zu verpflichten – meist ohne Erfolg. So wurde beispielsweise 2023 über eine Anfrage bei Mario Götze spekuliert, der damals bei Eintracht Frankfurt spielte. Auch eine Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Max Kruse scheiterte an den finanziellen Möglichkeiten.

Dennoch zeigt die Anfrage bei Hernández, dass Hannover 96 auf dem Transfermarkt kreativ ist und auch ungewöhnliche Wege geht. Sportdirektor Marcus Mann betont: „Wir müssen einfach versuchen, jede Möglichkeit zu prüfen. Auch wenn es auf den ersten Blick unrealistisch erscheint, kann sich manchmal eine Tür öffnen.“ Die Fans von Hannover 96 dürfen gespannt sein, welche Überraschungen der Verein in Zukunft noch parat hat.

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