Hansa Rostock erkämpft sich wichtigen 3:2-Heimsieg gegen Essen
Im Ostseestadion von Rostock hat der FC Hansa Rostock im Heimspiel der 3. Fußball-Liga gegen Rot-Weiss Essen einen hochverdienten 3:2-Sieg eingefahren. Vor 24.557 Zuschauern trotzten die Hanseaten allen Widrigkeiten und beendeten damit eine Serie von vier Spielen ohne Sieg.
Spannende Partie mit spätem Siegtreffer
Die Begegnung entwickelte sich zu einer äußerst spannenden Angelegenheit. Hansa Rostock ging zunächst durch ein Eigentor von RWE-Kapitän Michael Schultz in der 41. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte Stürmer Andreas Voglsammer in der 61. Minute mit einem sehenswerten Heber auf 2:0 für die Gastgeber.
Doch die Rostocker konnten ihren Vorsprung nicht über die Zeit retten. Rot-Weiss Essen gelang der Anschlusstreffer, und plötzlich stand es sogar 2:2. "Wir dürfen nach dem 2:0 nicht gleich sofort das 2:1 kassieren. Und plötzlich steht es sogar 2:2. Zum Elfmeter kann ich nichts sagen, aber vorher war der Ball wohl im Seitenaus. Ich dachte, das kann doch jetzt nicht wahr sein", kommentierte Torschütze Andreas Voglsammer die dramatische Phase des Spiels.
Einwechslungen bringen die Wende
Der entscheidende Moment kam durch zwei späte Einwechslungen. Unmittelbar nach dem Ausgleich in der 82. Minute brachte Trainer Daniel Brinkmann Christian Kinsombi und Emil Holten ins Spiel. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen.
Kinsombi köpfte den Essener Michael Kostka im Strafraum an die Hand, was Schiedsrichter Felix Brych als Elfmeter für Hansa Rostock wertete. Emil Holten schnappte sich den Ball und verwandelte den Strafstoß in der 86. Minute zum 3:2-Siegtreffer.
"Am Ende ist es ein hochverdienter Sieg. Wir müssen aber einfach früher den Sack zumachen. Wie wichtig der Sieg war, werden wir am 17. Mai sehen", sagte Voglsammer nach dem Spiel. Der Stürmer betonte weiter: "Wir wollten einfach die drei Punkte und an denen vorbeiziehen. Jetzt müssen wir gut regenerieren und am Mittwoch die nächsten drei Punkte holen. Es geht jetzt Schlag auf Schlag."
Fünf Veränderungen in der Startelf
Um frischen Schwung in die Mannschaft zu bringen, hatte Trainer Daniel Brinkmann fünf Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Gegenüber der 0:1-Niederlage beim TSV 1860 München saßen Jan Mejdr, Kenan Fatkic, Benno Dietze, Christian Kinsombi und Emil Holten zunächst auf der Bank.
Für das Quintett liefen stattdessen Nico Neidhart, Jonas Dirkner, Lukas Kunze, Adrien Lebeau und Maximilian Krauß auf. Letzterer war einer der Aktivposten beim FC Hansa und bereitete sowohl das 1:0 als auch das 2:0 vor.
Nico Neidhart, der erstmals seit fünf Monaten wieder in der Startelf stand, äußerte sich nach dem Spiel: "Es kann ein sehr wichtiger Moment gewesen sein. Wir können alle die Tabelle lesen. Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre es schwieriger geworden. Wir haben jetzt eine englische Woche, in der wir viel geradebiegen können."
Zwei entscheidende Spiele stehen bevor
Der Sieg war Balsam auf die Seele der Hanseaten, die zuletzt im Auswärtsspiel beim 2:2 in Hoffenheim einen 2:0-Vorsprung verspielten und auch zu Hause gegen Osnabrück trotz zweimaliger Führung nur 2:2 spielten.
Nun stehen zwei wichtige Auswärtsspiele an: Bereits am Mittwoch um 19 Uhr gastiert Hansa Rostock in Hannover beim TSV Havelse. Direkt im Anschluss fährt die Mannschaft nach Cottbus, wo die Rostocker am Samstag um 14 Uhr antreten.
Neidhart betonte die Bedeutung der kommenden Aufgaben: "Der Anfang ist gemacht. Jetzt müssen wir gut regenerieren, dann haben wir zwei brutal schwere Spiele vor der Brust." Der Sieg gegen Essen könnte somit ein wichtiger Wendepunkt in der Saison von Hansa Rostock werden.



