2. Bundesliga: Hertha BSC im Konjunktiv – Leitl mit Fragezeichen
Hertha BSC: Leitl mit vielen Fragezeichen im Kader

Trainer Stefan Leitl von Hertha BSC muss auch nach gut einer Woche Vorbereitung mit vielen unbekannten Variablen umgehen. Nach dem deutlichen 15:0-Testspielsieg beim Sechstligisten Frohnauer SC sprach der 48-Jährige von einem Verein, der „immer noch im Konjunktiv unterwegs“ sei – insbesondere bei möglichen Neuzugängen. Diese seien durch die Verkäufe von Topspielern wie Kennet Eichhorn, Fabian Reese oder Michael Cuisance sowie acht weiteren Abgängen nun möglich, aber noch nicht konkret.

Noch Fragezeichen auf der Abgabeseite

Leitl räumte ein, dass es auch auf der Abgabeseite „noch ein paar Fragezeichen“ gebe. „Ich glaube, die Namen sind bekannt und dementsprechend müssen wir vorbereitet sein, falls noch etwas passiert“, sagte der Trainer. Im Fokus steht dabei Torhüter Tjark Ernst, dem Angebote von Feyenoord Rotterdam und Celtic Glasgow vorliegen sollen. Der 23-Jährige begleitete die Mannschaft in Frohnau im Trainingsanzug, kam aber nicht zum Einsatz.

Neben Ernst sind auch Linus Gechter, Julian Eitschberger und Marton Dardai mögliche Abgangskandidaten. Leitl betonte, dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müsse.

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Eichhorn als Vorbild trotz Abgang

Jungstar Kennet Eichhorn, der zu einem der besten Vereine Deutschlands gewechselt ist, verfolgte das Testspiel ebenfalls von der Seitenlinie. Für Leitl ist das ein Zeichen für ein exzellentes Teamgefüge. „Das erste Spiel guckt er von seiner Hertha. Ich glaube, das spricht für ihn und spricht auch dafür, wie wir als Gruppe in der Vergangenheit agiert haben“, so Leitl.

Der Trainer setzte in der ersten Halbzeit mit sechs Akademiespielern voll auf den Nachwuchs. Angesichts knapper Kassen in Berlin soll der Weg fortgesetzt werden: Vier Plätze im Profikader sind für junge Spieler reserviert.

Leistungsprinzip und Lob für die Intensität

Leitl betonte das absolute Leistungsprinzip: „Es ist nicht so, dass es in Stein gemeißelt ist, dass diese Spieler permanent bei uns bleiben. Wir wollen natürlich, dass sie sich bei uns entwickeln.“ Der 19-jährige Kian Todorovic machte mit drei Treffern auf sich aufmerksam, aber auch andere junge Spieler in Abwehr und Mittelfeld überzeugten.

Der Trainer verteilte Lob an alle 22 eingesetzten Spieler: „Für die ersten neun Tage ohne richtig freien Tag mit einer hohen Intensität sah das schon wirklich – was die physische Komponente betrifft – richtig gut aus.“ Dennoch sollen trotz des starken Auftritts der Talente weiterhin Neuzugänge verpflichtet werden.

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