Hertha BSC hat eine große Etappe bei der Etablierung eines professionellen Frauenteams genommen: Die Mannschaft stieg in die 2. Fußball-Bundesliga auf. „Das ist eine nicht hoch genug zu bewertende Leistung von allen! Wir sind dankbar für die Unterstützung aus dem Verein und hoffen, nun gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen“, sagte Frauentrainer Tobias Kurbjuweit nach dem geglückten Aufstieg.
Aufstieg trotz Niederlage im Rückspiel
Der Aufstieg gelang in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken, obwohl das Rückspiel mit 2:3 verloren ging. Das Hinspiel hatten die Herthanerinnen jedoch mit einem deutlichen 4:1-Erfolg für sich entschieden, sodass das Gesamtergebnis von 6:4 den Aufstieg bedeutete. Trainer Kurbjuweit zeigte sich daher gelassen: „Die einzige Niederlage in dieser Saison, die ich akzeptieren kann“, sagte der 43-Jährige.
Vermächtnis von Kay Bernstein
Der Aufstieg ist auch ein Erfolg im Sinne des verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein, der 2023 die Professionalisierung des Frauenfußballs bei Hertha angestoßen hatte. „In unserem Club können viele positive Dinge generiert werden“, sagte Kurbjuweit mit Blick auf das langfristige Ziel. Sofian Chahed, Leiter Frauenfußball, präzisierte die Ambitionen: „Langfristig wollen wir mit Hertha BSC im professionellen Frauenfußball Fuß fassen. Das bedeutet für uns ganz klar die 1. Liga.“
Hertha BSC hatte sich erst spät für ein professionelles Frauenteam entschieden, doch der nun erfolgte Aufstieg zeigt, dass die Entwicklung rasant voranschreitet. Die zweite Liga soll nur eine Zwischenstation sein – das erklärte Ziel ist die Bundesliga.



