Der portugiesische Fußballverband (FPF) hat Jorge Jesus offiziell als neuen Nationaltrainer präsentiert. Der 71-Jährige folgt auf Roberto Martínez, der nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2026 zurückgetreten war. „Heute beginnt eine neue Reise. Herzlich willkommen in der Nationalmannschaft, Herr Jorge Jesus“, schrieb der Verband in den sozialen Netzwerken. Portugiesische Medien hatten bereits am Vortag über die Personalie spekuliert.
Vertrag bis 2030: Jesus soll Portugal zur Heim-WM führen
Den Berichten zufolge unterschreibt Jesus einen Vertrag bis 2030. Damit soll er Portugal unter anderem zur WM 2030 führen, die gemeinsam mit Spanien und Marokko sowie je einem Spiel in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen wird. Es ist die erste Station des erfahrenen Trainers bei einer Nationalmannschaft.
Jesus‘ Vorgänger Martínez war nach der 0:1-Niederlage im WM-Achtelfinale gegen Spanien in Arlington, Texas, zurückgetreten. Der 52-Jährige war dreieinhalb Jahre im Amt und hatte 2025 die UEFA Nations League mit Portugal gewonnen.
Jesus gilt als Titelsammler
Der 71-Jährige zählt zu den erfolgreichsten portugiesischen Trainern der vergangenen Jahrzehnte. Seine größten Erfolge feierte er mit Benfica Lissabon, das er zu drei Meistertiteln (2010, 2014, 2015) führte. Mit Sporting Lissabon gewann er 2018 den portugiesischen Ligapokal.
In Brasilien holte Jesus mit Flamengo Rio de Janeiro 2019 und 2020 die brasilianische Meisterschaft sowie die Copa Libertadores, das Pendant zur europäischen Champions League. Zudem gewann er den brasilianischen Supercup, die Supercopa Sudamericana und die Staatsmeisterschaft von Rio.
Erfolge in Saudi-Arabien und Frage um Ronaldo
Zuletzt trainierte Jesus den saudi-arabischen Club Al-Nassr, den Club von Cristiano Ronaldo, und führte ihn zur Meisterschaft. Ob Ronaldo seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzt, ist nach dem WM-Aus offen. Auch mit Al-Hilal sammelte Jesus Titel: In zwei Etappen (2018 sowie 2023/2024) gewann er insgesamt fünf Trophäen.
Die FPF setzt mit Jesus auf einen erfahrenen Trainer, der auf Vereinsebene zahlreiche Erfolge vorweisen kann. Ob er die Nationalmannschaft wieder in die Weltspitze führen kann, wird sich zeigen.



