Preußen-Kapitän Hendrix verlässt Club ohne Abschied und verärgert Fans
Kapitän Hendrix verlässt Preußen ohne Abschied

Abschied ohne Tschüss: Kapitän Hendrix verstimmt Preußen-Fans

Auf dem Platz stets ein vorbildlicher Kämpfer. Preußens Ex-Kapitän Jorrit Hendrix, hier im Zweikampf mit dem Schalker Bryan Lasme, hat die Fans mit seinem stillen Abgang verärgert.

Seine Entscheidung können die meisten noch nachvollziehen. Weniger Verständnis haben viele jedoch dafür, wie „heimlich“ er sich in Münster aus dem Staub gemacht hat.

Abschied ohne Tschüss! Kapitän Hendrix verstimmt Preußen-Fans

Er kam im Sommer 2024 von Australien-Klub Western Sydney an die Hammer Straße, trug seitdem in 65 Pflichtspielen das Adler-Trikot. Jorrit Hendrix (31) erzielte acht Treffer, darunter einmal das „Tor des Monats“ (Mai 2025) und bereitete vier weitere vor. In der abgelaufenen Saison wurde er sogar von Ex-Trainer Alexander Ende (46) zum Kapitän ernannt, konnte die „Schwarz-Weiß-Grünen“ allerdings nicht vorm Abstieg bewahren. Ihm wurde – wie auch dem Rest der Truppe – eine schwache Zweitliga-Rückrunde (nur ein Sieg in 19 Spielen) zum Verhängnis.

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Der Niederländer, der früher unter anderem für den PSV Eindhoven insgesamt 18-Mal in der Champions League auflief, erhielt von den Preußen trotzdem ein neues, wenn auch finanziell abgespecktes, Angebot. Und lehnte ab. Aus guten Gründen.

Jorrit Hendrix, hier mit Marcel Benger, war auf dem Rasen nicht immer der lauteste Kapitän. Doch innerhalb der Mannschaft genoss der Niederländer ein sehr hohes Ansehen.

Nicht etwa, weil er sich für die 3. Liga zu schade wäre. So wird er auch künftig in dieser unteren Spielklasse antreten. Bekanntlich allerdings für Mitabsteiger Düsseldorf, der unter dem im März in Münster gefeuerten Alex Ende den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff nehmen will. Hendrix kassiert dort nicht nur mehr Kohle und trifft wieder auf seinen „Förder-Coach“, sondern ist zudem gut eine Autostunde näher bei seiner Familie, die nach wie vor in Eindhoven lebt.

Alles nachvollziehbar! Was die Fans der „Adlerträger“ jedoch enttäuscht und für zahlreiche Frust-Kommentare in den sozialen Medien sorgt: Während Hendrix, der in der Saison 2022/2023 schon einmal für die Rheinländer kickte, in einem frischen Video der Fortuna bereits in den höchsten Tönen davon schwärmt, wie sehr er sich über die Rückkehr nach Düsseldorf freut und dass er den Klub in den vergangenen drei Jahren nie wirklich vergessen konnte, gibt's von ihm (bislang) kein offizielles Wort zum Abschied von den Preußen. Der Kapitän, der zudem das letzte Spiel in Elversberg (0:3) rotgesperrt verpasste, verlässt stumm das sinkende Schiff. Wirkt fast ein wenig so wie „aus den Augen, aus dem Sinn.“

Trauriger Preußen-Abgang! Schiri Lukas Besen schickt Jorrit Hendrix im vorletzten Saisonspiel gegen Darmstadt (1:1) mit Rot vom Platz

Im Unterschied dazu: Yassine Bouchama (28), der ebenfalls eine neue sportliche Herausforderung – wahrscheinlich in der 2. Liga – annehmen will, hat sich via Instagram mit einem langen, emotionalen Post für vier unvergessliche Jahre bedankt. Beim Traditionsclub, aber gerade auch bei seinen Anhängern. Er schreibt: „Eure Unterstützung, egal ob zu Hause oder auswärts, in guten oder schwierigen Zeiten, war immer etwas ganz Besonderes. Die Leidenschaft, die ihr für Preußen lebt, ist beeindruckend und hat diese Zeit für mich und meine Familie so wertvoll gemacht.“ Und weiter: „Manche Vereine verlässt man, manche trägt man für immer in Herzen. Danke für alles, Münster!“ Mitunter sind's einfach die kleinen Gesten, die für große Wirkung sorgen.

Yassine Bouchama hat sich mit einem emotionalen Instagram-Post von Preußen und den Fans verabschiedet.

Nach BILD-Informationen werden die Preußen im Juli erneut ihr Sommer-Trainingslager im niedersächsischen Ankum, rund 35 Kilometer nördlich von Osnabrück, beziehen. Der genaue Vorbereitungsplan samt Testgegnern soll zeitnah bekannt gegeben werden. Feststeht bisher nur, dass Oberligist Eintracht Rheine am 4. Juli in der heimischen Obi-Arena den Auftakt macht.

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