Die Vorbereitung von Preußen Münster auf die neue Drittliga-Saison nähert sich dem Ende, doch eine wichtige Personalie bleibt ungeklärt. Trainer Thomas Wörle (44) hat sich noch nicht festgelegt, wer die Kapitänsbinde nach dem Abgang von Jorrit Hendrix tragen wird. Während viele Konkurrenten ihre Spielführer bereits benannt haben – Alexander Hahn beim MSV Duisburg, Jakob Golz bei Rot-Weiss Essen – lässt Wörle die Entscheidung bewusst offen.
Wörle hält sich bedeckt: Entscheidung kurz vor Saisonstart
„Ich habe natürlich meine Vorstellungen im Kopf. Spätestens Mitte nächster Woche werden wir das geklärt haben“, sagte Wörle gegenüber BILD. Das bedeutet, dass die Festlegung erst wenige Tage vor dem Auftaktspiel am 8. August beim SV Wehen Wiesbaden erfolgen wird. Auch das letzte Testspiel am Samstag gegen den englischen Zweitligisten FC Southampton (15 Uhr) wird noch keinen offiziellen Kapitän sehen.
Fünf ernsthafte Kandidaten haben sich in den bisherigen Testspielen abgewechselt und dürften zumindest in den Mannschaftsrat einziehen. Angeführt wird die Liste von Abwehrchef Niko Koulis (27), der unter Wörle einen neuen Stellenwert bekommen hat. Nach einem schwierigen Start in der Vorsaison mit Platzverweis am ersten Spieltag und wenig Beachtung unter Trainer Alex Ende fand Koulis unter Alois Schwartz zurück zur alten Stärke. Der Klub zeigte seine Wertschätzung mit einem neuen Vertragsangebot – laut BILD-Informationen auch mit der Aussicht auf das Kapitänsamt.
Die Kandidaten im Überblick
Joshua Mees (30) bringt als Offensivroutinier mit über 16 Bundesliga- und 170 Zweitligaeinsätzen viel Erfahrung mit. Trotz Verletzungspech in der abgelaufenen Saison gilt er als Teamplayer und Führungsfigur. Mittelfeld-Abräumer Rico Preißinger (30) überzeugt durch Einsatz und Verlässlichkeit – im ersten Testspiel gegen Eintracht Rheine führte er die Mannschaft bereits als Kapitän an. Ähnlich gelassen zeigt sich Innenverteidiger Torge Paetow (30), der jedoch aufgrund der hohen Konkurrenz in der Abwehrzentrale (sechs Spieler) keinen sicheren Stammplatz hat. Torhüter Morten Behrens (28) strahlt Ruhe aus, könnte aber zur Nummer zwei zurückfallen, wenn Stammkeeper Johannes Schenk (23) den Klub nicht verlässt. Schenk, dessen Marktwert auf 1,5 Millionen Euro geschätzt wird, hat noch Vertrag bis 2028. Mehrere Zweitligisten wie St. Pauli, Braunschweig oder Hertha BSC zeigen Interesse, ein Transfer würde dem Klub rund eine Million Euro einbringen.
Außenseiterchancen werden Neuzugang Tim Dietrich (23) und Kult-Kicker Simon Scherder (33) eingeräumt. Scherder kämpft jedoch nach seinem dritten Kreuzbandriss um sein Comeback.
Jubiläumstrikot zum Stadiongeburtstag
Zum besonderen Anlass des 100-jährigen Bestehens des Preußenstadions laufen die „Adlerträger“ am Samstag gegen Southampton in einem limitierten Sondertrikot auf. Exklusiv für Mitglieder im Onlineshop erhältlich, ist die Auflage auf 1926 Stück begrenzt – jedes mit individueller Nummer im Nacken. Der steingraue Grundton erinnert an die alten Stufen und Mauern, das Eröffnungsjahr 1926 und ein Stadionpiktogramm zieren das Shirt. Die Bündchen an Hals und Armen sind in tiefem Dunkelgrün gehalten.



