Die englische Fußball-Legende Kevin Keegan ist tot. Der frühere HSV-Profi starb im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Erklärung seiner Familie mitteilte.
Karriere und Erfolge
Keegan bestritt 63 Länderspiele für England und begeisterte Ende der 1970er-Jahre ganz Hamburg – nicht nur auf dem Fußballplatz. Mit dem Hamburger SV gewann er 1979 die deutsche Meisterschaft und erreichte 1980 das Finale des Europapokals der Landesmeister.
Der gebürtige Doncasterer begann seine Profikarriere beim FC Liverpool, mit dem er 1973 und 1976 die englische Meisterschaft sowie 1974 den FA Cup gewann. 1977 wechselte er zum HSV, wo er zu einem der besten Spieler der Welt avancierte. Zweimal wurde er zu Europas Fußballer des Jahres gewählt (1978, 1979).
Trainer und spätere Jahre
Nach seiner aktiven Karriere war Keegan unter anderem Trainer der englischen Nationalmannschaft (1999–2000), von Newcastle United, Fulham und Manchester City. Seine Zeit als Nationaltrainer endete nach dem Ausscheiden bei der Europameisterschaft 2000.
In den letzten Jahren lebte Keegan zurückgezogen. Seine Familie bat um Privatsphäre. Die Nachricht seines Todes löste weltweit Trauer aus. Der HSV würdigte seinen ehemaligen Spieler als „eine der größten Legenden des Vereins“.
Reaktionen und Vermächtnis
Der englische Fußballverband FA erklärte: „Kevin Keegan war ein außergewöhnlicher Spieler und Trainer, der den Fußball in England und Deutschland geprägt hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“
Keegan hinterlässt seine Frau und zwei Töchter. Sein Vermächtnis als einer der charismatischsten und talentiertesten Fußballer seiner Generation bleibt unvergessen.



