Der frühere Weltfußballer und HSV-Star Kevin Keegan ist tot. Das bestätigte seine Familie am Dienstag. Keegan wurde 75 Jahre alt. Der Engländer zählte in den 1970er- und 1980er-Jahren zu den prägendsten Figuren des internationalen Fußballs.
Karrierehöhepunkte beim HSV
Keegan spielte von 1977 bis 1980 für den Hamburger SV. Mit dem HSV gewann er 1979 die Deutsche Meisterschaft und erreichte 1980 das Finale im Europapokal der Landesmeister. 1978 und 1979 wurde er zu Europas Fußballer des Jahres (Ballon d'Or) gewählt. Insgesamt erzielte er in 90 Pflichtspielen für den HSV 32 Tore.
Stationen in England und Deutschland
Geboren am 14. Februar 1951 in Doncaster, begann Keegan seine Profikarriere beim FC Scunthorpe United. 1971 wechselte er zum FC Liverpool, mit dem er 1973 und 1976 die englische Meisterschaft sowie 1973 den UEFA-Pokal gewann. 1977 folgte der Wechsel zum HSV, wo er unter Trainer Branko Zebec zum Star wurde. Nach seiner Zeit in Hamburg spielte er noch für den FC Southampton und Newcastle United, wo er 1984 seine aktive Karriere beendete.
Trainerlaufbahn und Nationalmannschaft
Als Trainer betreute Keegan unter anderem Newcastle United, den FC Fulham und die englische Nationalmannschaft (1999–2000). Für England absolvierte er 63 Länderspiele und erzielte 21 Tore. Sein größter Erfolg als Nationaltrainer war der Gewinn des Turniers von France 1997.
„Kevin war nicht nur ein außergewöhnlicher Fußballer, sondern auch ein großartiger Mensch. Wir werden ihn sehr vermissen“, sagte HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz. Die Fußballwelt trauert um eine ihrer größten Legenden.



