Fünf Jahre nach seinem Karriereende startet der Fußball-Weltmeister von 2014, Sami Khedira, als Assistent bei Real Madrid durch. Der 39-Jährige gehört ab sofort zum Trainerstab von Starcoach José Mourinho bei den Königlichen. Dafür gibt er seinen bisherigen Job als TV-Experte beim Bezahlsender DAZN auf.
Neue Herausforderung im Trainerstab
„Die Aufgabe bei Real Madrid bietet mir nun die Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner sportlichen Laufbahn zu gehen“, sagte Khedira laut einer Mitteilung von DAZN. Für den gebürtigen Schwaben kommt es zum Wiedersehen mit einem seiner prägenden Trainer: Mourinho hatte den Mittelfeldspieler 2010 vom VfB Stuttgart nach Madrid geholt.
Zusammen gewannen die beiden die spanische Meisterschaft, den Pokal sowie den Supercup. Ein Jahr nach Mourinhos Weggang 2013 triumphierte Khedira unter dem neuen Real-Trainer Carlo Ancelotti zudem in der Champions League.
Stationen in Turin und Berlin
Khedira war nach seiner Zeit in Madrid (2010–2015) zu Juventus Turin (2015–2021) gewechselt. Im Winter 2021 kehrte er in die Bundesliga zurück, wo er nach einem halben Jahr bei Hertha BSC seine aktive Karriere beendete. Seitdem war der 39-Jährige vor allem als TV-Experte tätig.
„DAZN hat mir die Möglichkeit gegeben, den Fußball nach meiner aktiven Karriere aus einer neuen Perspektive zu erleben und meine Erfahrungen mit den Fans zu teilen“, sagte Khedira zu seinem bisherigen Job. Er blicke „mit großer Freude und Wertschätzung zurück“.
Lob von DAZN-Chefin
DAZN-Deutschland-Chefin Alice Mascia lobte ihren ehemaligen Mitarbeiter: „Sami Khedira verkörpert genau jene herausragende Expertise und authentische Glaubwürdigkeit, die wir unseren Fans bieten möchten. Dass er sich nun dem Trainerstab von Real Madrid unter einem der erfolgreichsten Trainer der Geschichte anschließt, ist ein deutlicher Beleg für seine außergewöhnliche Qualität und sein tiefes Spielverständnis.“
Real Madrid hat eine enttäuschende Saison ohne Titel hinter sich. Die Madrilenen trennten sich zur Hälfte vom erst neu gekommenen früheren Leverkusener Meistercoach Xabi Alonso. Weil auch unter Nachfolger Álvaro Arbeloa nicht die Wende gelang, holte Clubchef Florentino Pérez die Trainer-Legende Mourinho zurück. Der inzwischen 63-Jährige machte sich für Khedira als einen seiner Assistenten stark.



