Klopp mit Entschuldigung an Nagelsmann: Hätte mir „aufs Maul hauen können“
Jürgen Klopp hat sich nach dem ungefährdeten Auftakterfolg bei der Weltmeisterschaft bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Aussage als TV-Experte entschuldigt. „Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber das war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Das ist flapsig rausgerutscht“, sagte Klopp nach dem 7:1 gegen Curaçao bei Magenta TV.
Der frühere Weltklasse-Trainer hatte gemeinsam mit Thomas Müller beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, meinte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ – und schob dann ein „noch“ hinterher. Dies sei nun sein „Unwort des Jahres“, meinte Klopp.
„Das hat gar keine Relevanz. Da hoffe ich, dass das alle da draußen verstehen“, sagte Klopp in Richtung Nagelsmann, der ihm zuhörte und lächelte. Die beiden Fachmänner seien auf Nagelsmanns Seite, betonte Klopp. Anschließend klatschten sich die beiden ab und Nagelsmann verließ die Interviewsituation.
„Was ich festgestellt habe, ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich. Aber es ist einfach passiert“, so Klopp. Der Bundestrainer hatte bereits vor dem Anpfiff Gelassenheit demonstriert. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, hatte Nagelsmann in der ARD erklärt.
Uninteressante Spiele wegen XXL-WM? Verbände wehren sich
Fußballverbände aus Afrika, Asien und der Karibik haben Kritik von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin an der Weltmeisterschaft mit 48 Nationen wegen „uninteressanter Spiele“ zurückgewiesen. „Für unsere Länder ist kein WM-Spiel bedeutungslos“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo sowie deren Unterstützer Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Südafrika. Damit reagierten die WM-Teilnehmer auf Aussagen von Ceferin, der erklärt hatte, dass die Ausweitung der WM auf 48 Teilnehmer dem Fußball nicht guttue, weil „viele Spiele völlig uninteressant“ seien.
Starke TV-Quote beim deutschen WM-Auftaktsieg
Das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM hat der ARD eine starke Quote beschert. Das 7:1 des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Curaçao verfolgten laut AGF Videoforschung im Schnitt 23,427 Millionen Menschen im Ersten. Der Marktanteil lag bei 70,2 Prozent. Parallel zu dem öffentlich-rechtlichen Sender übertrug auch MagentaTV das Spiel in Houston. Die Telekom veröffentlicht für ihren Streamingdienst keine Einschaltquoten. Schon für den einstündigen Vorlauf am Sonntagabend hatten 11,476 Millionen Interessierte die ARD eingeschaltet. Sie sorgten für einen Marktanteil von 48,1 Prozent. Damit setzte sich der gute Quoten-Trend seit Beginn der Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada fort. Bereits das Interesse am Eröffnungsspiel am Donnerstagabend war groß. Im Schnitt hatten 10,038 Millionen Zuschauer im ZDF die Partie von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika (2:0) gesehen. Das entsprach einem Marktanteil von 46,5 Prozent. Auch am Freitag und am Samstag hatten die ARD und das ZDF mit ihren Übertragungen um die sieben Millionen Menschen und mehr erreicht.
Isak und Gyökeres treffen: Schweden deklassiert Tunesien
Mit Spielfreude und einem überzeugenden Sieg gegen Tunesien ist Schweden auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Die Mannschaft um die Star-Stürmer Viktor Gyökeres vom FC Arsenal und Liverpools Alexander Isak bezwang die Nordafrikaner verdient mit 5:1 (2:1). Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Isak (30.), Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg in der Schlussphase die Tore für die Skandinavier. Sie waren 2018 in Russland letztmals bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde dabei. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).
Niederlande zum Auftakt nur Remis
Trotz zweimaliger Führung reichte es für die Niederlande zum WM-Auftakt nicht zu einem Sieg. Die Oranje-Auswahl musste sich gegen Japan mit einem 2:2 (0:0) begnügen. Kapitän Virgil van Dijk (50. Minute) und Crysencio Summerville (64.) trafen für das Team von Bondscoach Ronald Koeman. Keito Nakamura (57.) und der Ex-Frankfurter Daichi Kamada (89.) glichen zweimal aus. „Leider haben wir heute nicht gewonnen, aber das werden wir im nächsten Spiel nachholen“, versprach Abwehrchef van Dijk. In ihrer zweiten Vorrundenbegegnung in der Gruppe F treffen die Niederländer am kommenden Samstag auf Schweden. Japan bekommt es mit Tunesien zu tun.
Elfenbeinküste siegt gegen Ecuador
Die Elfenbeinküste bejubelt im Duell der deutschen Gruppengegner einen späten 1:0-Sieg gegen Ecuador. Joker Amad Diallo traf in der 90. Minute für die Westafrikaner und entschied damit eine rasante Partie mit zahlreichen Aluminiumtreffern. Vor 68.274 Zuschauern in Philadelphia hatten die Ivorer, die am kommenden Samstag in Toronto die DFB-Auswahl fordern, gleich dreimal Glück. Der in Hamburg geborene John Yeboah (16.) und Alan Minda (23.) trafen vor der Pause jeweils nur die Latte. Kurz nach dem Wechsel setzte Ecuadors Sturm-Routinier Enner Valencia den Ball an den Außenpfosten. Doch auch die Elfenbeinküste hatte gute Chancen. Ein Schuss von Elye Wahi (52.) landete ebenfalls nur an der Latte. Kurz vor Schluss sorgte Diallo dann mit einem Direktschuss ins Eck für großen Jubel.
Das schreibt die internationale Presse zum deutschen Sieg
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem deutlichen 7:1 (3:1)-Sieg gegen den krassen Außenseiter und WM-Neuling Curaçao in die Weltmeisterschaft gestartet. Das schreibt die internationale Presse zum WM-Auftakt.
Curaçao
„Curaçao.nu“: „Historisches WM-Debüt endet mit einer deutlichen Niederlage gegen Deutschland.“
Brasilien
„Folha de S.Paulo“: „Curaçao erzielt ein historisches Tor, doch Deutschland gewinnt erneut mit 7:1.“ „O Globo“: „Jetzt weiß Curaçao, wie es ist“: Memes verbreiten sich viral in den sozialen Netzwerken, nachdem Deutschland gegen die Nationalmannschaft von Curaçao mit 7:1 gewonnen hat.“
Niederlande
„De Telegraaf“: „Dick Advocaat und Curaçao erleiden trotz sensationellem Tor bei der WM 2026 eine herbe Niederlage gegen Deutschland.“ „Algemeen Dagblad“: „Das WM-Debüt von Curaçao machte, wie erwartet, deutlich, wie groß der Unterschied zwischen dem kleinen Zwerg und den Giganten des Fußballs ist. Deutschland schoss ein Tor nach dem anderen, während die Mannschaft von Nationaltrainer Dick Advocaat vor allem den Treffer des Brabanter Livano Comenencia bejubelte, der in die Geschichtsbücher eingehen wird.“
Großbritannien
„The Sun“: „Die Teilnahme von Curaçao an seiner ersten Weltmeisterschaft ist an sich schon ein Märchen. Doch ähnlich wie bei den Brüdern Grimm, deren Sammlung deutscher Volksmärchen voller düsterer Themen war, sorgte die Mannschaft von Julian Nagelsmann dafür, dass es kein Happy End geben würde.“ „Daily Mail“: „Die WM-Außenseiter werden von Kai Havertz und Co. vernichtend geschlagen, während Julian Nagelsmanns gnadenlose Mannschaft mit einer brutalen Lektion an die kleine Karibikinsel ein deutliches Zeichen setzt.“ „The Guardian“: „Curaçao genießt seinen Moment, doch Havertz und das skrupellose Deutschland zeigen keine Gnade.“ „The Telegraph“: „Jamal Musiala bringt Kritiker Jürgen Klopp zum Schweigen, als Deutschland Curaçao vernichtend schlägt.“
Italien
„La Gazzetta dello Sport“: „Deutschland an der Tabellenspitze: Curaçao schöpft Hoffnungen aus dem ersten WM-Tor, dann folgt eine deutsche Lawine.“ „Corriere dello Sport“: „Ein glänzender Auftakt für Deutschland bei der Fußball-WM 2026 – einer der Favoriten auf den Weltmeistertitel: Mit einem Kantersieg endet das erste Spiel der Gruppe E für Nagelsmanns Team, das die Nationalmannschaft von Advocaat überrollt.“
Frankreich
„L'Equipe“: „Deutschland hat bei seinem Auftaktspiel zur Weltmeisterschaft 2026 gegen den Neuling Curaçao leichtes Spiel.“ „Le Figaro“: „Nach einem kleinen Schreck hatte Deutschland gegen Curaçao leichtes Spiel.“ „Le Parisien“: „Trotz des historischen Treffers der Karibikinseln holt sich die Mannschaft den ersten Kantersieg der Weltmeisterschaft.“
USA
„Washington Post“: „Havertz leitet Deutschlands 7:1-Kantersieg gegen Curaçao ein, nachdem der Außenseiter sein historisches erstes WM-Tor erzielt hatte.“
Spanien
„Marca“: „Die Deutschen sind seit jeher dafür bekannt, dass sie die Dinge sehr ernst nehmen. Und eine Weltmeisterschaft ist eine solche Sache, vor allem, wenn man bei den letzten beiden Auflagen blamiert wurde und jeweils bereits in der Vorrunde ausgeschieden ist.“ „AS“: „Deutschland vernichtet die „Mandarina Mecánica“ („Uhrwerk-Oranje“). Curaçaos WM-Debüt endete erwartungsgemäß mit einer deutlichen Niederlage, auch wenn Comenencias Ausgleichstreffer in die Geschichte eingehen wird. Glückwunsch an die Mannschaft!“
DFB gewinnt WM-Auftakt
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem deutlichen Sieg in die WM gestartet. Das Team von Julian Nagelsmann gewann in Houston gegen den WM-Neuling Curaçao mit 7:1. Die Tore erzielten Felix Nmecha, Nico Schlotterbeck, Jamal Musiala, Nathaniel Brown, Deniz Undav und zweimal Kai Havertz.
DFB-Team startet gegen Curaçao
Der vierte Tag bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat es in sich: Gleich fünf Spiele in vier Gruppen stehen heute auf dem Programm. Im Fokus steht die deutsche Nationalmannschaft. Zum Turniereinstand trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann um 19.00 Uhr (MESZ) auf WM-Neuling Curaçao. Nagelsmann bestätigte vor dem Anpfiff das Länderspiel-Comeback von Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer im ersten WM-Spiel gegen Curaçao. Die Partie am heutigen Abend in Houston gegen die erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierten Fußballer aus der Karibik verglich der Bundestrainer sportlich mit „einem DFB-Pokalspiel“ und der Situation „David gegen Goliath“. Der viermalige Weltmeister Deutschland ist im heißen Texas im überdachten und klimatisierten NRG Stadium haushoher Favorit gegen das weitgehend niederländisch geprägte No-Name-Team von Curaçao. Nagelsmanns erklärtes Ziel in seinem ersten WM-Spiel als Trainer sind „die ersten drei Punkte“. Die weiteren Gruppengegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador.
Dank Vinícius Júnior wendet Brasilien Fehlstart ab – Partie endet 1:1
Ein Traumtor von Vinícius Júnior hat Rekordtitelträger Brasilien vor einem Fehlstart in die Fußball-Weltmeisterschaft bewahrt. Der Offensivstar von Real Madrid erzielte beim 1:1 (1:1) gegen Marokko in East Rutherford in der 32. Minute den Ausgleich. Der vom FC Bayern umworbene Ismael Saibari hatte Afrikameister Marokko zuvor in Führung gebracht (21.).
Unentschieden in der Nachspielzeit: Schweiz nur 1:1 gegen Katar
Die Schweiz ist mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Die mit zahlreichen aktuellen oder ehemaligen Bundesligaprofis besetzte Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Breel Embolo die Schweiz zunächst in Führung (17. Minute/Foulelfmeter). Boualem Khoukhi (90.+5) glich für Katar jedoch noch aus. Für das vom Spanier Julen Lopetegui gecoachte Team war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt.
WM-Hype um US-Team: Ticketpreise schießen nach 4:1 nach oben
Kurz nach dem höchsten Sieg einer US-Männer-Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM sind die Ticketpreise für die weiteren Vorrundenspiele mit Beteiligung der USA sprunghaft gestiegen. Wie aus Daten der Plattform TicketData, die Preise bei verschiedenen Ticket-Drittanbietern vergleicht, vom Samstag hervorgeht, kosten die günstigsten Eintrittskarten für das kommende US-Gruppenspiel gegen Australien am Freitag in Seattle 1.908 Dollar (rund 1.650 Euro). Im Vergleich zu vor drei Tagen stiegen die Preise nach dem 4:1 des US-Teams gegen Paraguay demnach um 77 Prozent. Noch heftiger fiel der Anstieg für das USA-Spiel am 26. Juni in Inglewood bei Los Angeles gegen die Türkei aus. Um satte 90 Prozent ging es im Drei-Tages-Vergleich auf 1.656 Dollar. Drei Stunden vor dem Anpfiff des ersten Spiels der USA am Freitag hatte der Preis für das Türkei-Spiel noch bei 1.086 Dollar gelegen, wie „The Athletic“ berichtete.
Das bringt der morgige WM-Tag: DFB-Team startet gegen Curaçao
Der vierte Tag bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat es in sich: Gleich fünf Spiele in vier Gruppen stehen am Sonntag auf dem Programm. Im Fokus steht die deutsche Nationalmannschaft. Zum Turniereinstand trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf WM-Neuling Curaçao.
Die Spiele des WM-Tages
- Deutschland-Curaçao (19.00 Uhr, ARD und MagentaTV): Am vierten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft steigt auch die deutsche Mannschaft in das Mega-Turnier ein. Der viermalige Weltmeister trifft in seinem Auftaktspiel in Houston auf den WM-Neuling Curaçao. Es ist das erste Länderspiel gegen die Kicker von der Karibik-Insel, die als krasser Außenseiter in Gruppe E gelten. Im Tor steht Manuel Neuer vor seinem ersten Länderspieleinsatz seit zwei Jahren. Der 40-Jährige war nach der Heim-EM 2024 als Nationalspieler zurückgetreten, Nagelsmann holte den Weltmeister von 2014 aber kurz vor der WM zurück.
- Brasilien-Marokko (00.00 Uhr, ZDF und MagentaTV): Der Rekordweltmeister eröffnet die Spiele der Gruppe C gleich mit einem Härtetest: Das Team von Startrainer Carlo Ancelotti trifft in East Rutherford auf Afrikameister Marokko. Fehlen wird den Brasilianern Neymar wegen der Folgen einer Wadenverletzung. So werden alle Augen auf das Offensivduo Raphinha/Vinícius Junior gerichtet sein.
- Haiti-Schottland (03.00 Uhr, MagentaTV): Im zweiten Spiel der Brasilien-Gruppe stehen sich die beiden Außenseiter gegenüber. Weder Schottland bei der neunten WM-Teilnahme noch Haiti beim bislang einzigen WM-Auftritt 1974 haben bisher die Gruppenphase überstanden. Die Schotten können sich in Boston zumindest der Unterstützung zahlreicher Fans sicher sein.
- Australien-Türkei (06.00 Uhr, MagentaTV): WM-Stammgast Australien ist in der Gruppe von Co-Gastgeber USA gegen unberechenbare Türken gefordert. Mit einem Sieg könnte das Team um St.-Pauli-Profi und Kapitän Jackson Irvine bereits einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Phase machen. Für die Türkei ist die Partie im kanadischen Vancouver das erste WM-Spiel seit Platz drei 2002.
- Niederlande-Japan (22.00 Uhr, MagentaTV): Die meist hoch gehandelten Niederländer sind der Favorit in der Gruppe F. Nach den eher mäßigen Testspiel-Auftritten gegen Algerien (1:1) und Usbekistan (2:1) wird die Begegnung mit Rekordasienmeister Japan in Dallas schon zum Lackmustest für das Team von Bondscoach Ronald Koeman.
Trump gratuliert US-Nationalmannschaft zum Auftaktsieg
US-Präsident Donald Trump hat der Nationalmannschaft seines Landes zu ihrem Auftaktsieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an das Team USA zu seinem bedeutenden Sieg, 4:1, gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Macht weiter so!“ Trump selbst war nicht zu dem Spiel in die Arena südlich von Los Angeles gereist – stattdessen verfolgte dort sein Außenminister Marco Rubio die Partie.
WM-Einreise für Partey verweigert: Ghana schickt Protestnote
Die Einreiseverweigerung für Ghanas Fußball-Nationalspieler Thomas Partey nach Kanada wird zum diplomatischen Streitfall. Das ghanaische Außenministerium hat eine offizielle Protestnote an die kanadische Regierung geschickt und eine Überprüfung der Entscheidung gefordert. Partey darf wegen Visa-Problemen nicht zum WM-Spiel gegen Panama nach Toronto reisen. Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den 33-Jährigen, die derzeit vor einem Gericht in London verhandelt werden. Partey weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Ghana kritisiert, dass Kanada seine Entscheidung auf ein laufendes Verfahren ohne Verurteilung stütze, und verweist auf die Unschuldsvermutung.
Viele freie Sitzplätze im WM-Stadion? FIFA gibt Erklärung
Die FIFA hat ihre offizielle Zuschauerzahl beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Tschechien trotz vieler sichtbar leerer Plätze verteidigt. Der Weltverband gab für die Partie in Zapopan 44.985 Zuschauer und damit eine Auslastung von 98,5 Prozent an. Die Zahl basiere auf gescannten Tickets und Personen auf dem Stadiongelände, nicht auf der tatsächlich besetzten Sitzplatzanzahl. Zudem hätten viele Fans das Spiel stehend verfolgt. Für Diskussionen sorgen auch die Ticketpreise der WM in Kanada, Mexiko und den USA. Vor Turnierbeginn waren nach FIFA-Angaben 29 Spiele ausverkauft, für 75 Partien waren noch Karten erhältlich. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preise mit Verweis auf den US-Markt und andere große Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten.
Diebstahl bei Englands Team – Trainingsausrüstung gestohlen?
Die englische Fußball-Nationalmannschaft mit Nationalcoach Thomas Tuchel ist offenbar vor ihrer Ankunft im WM-Trainingsquartier in Kansas City bestohlen worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde in Fahrzeugen eingebrochen, die Trainingsausrüstung für die „Three Lions“ transportieren. Der englische Verband FA prüfe derzeit, was genau entwendet wurde. Das englische Team trifft am Samstag im WM-Quartier in Kansas City ein. Die Ausrüstung sollte dort bereits vorab bereitstehen. Das englische Team startet erst am Mittwoch gegen Kroatien (22.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in die WM. „Wir untersuchen einen möglichen Diebstahl von Ausrüstung aus einem Mannschaftsfahrzeug, das heute Abend in Kansas City ankam, wobei Gegenstände fehlten. Die Ermittlungen dauern an“, wurde ein Polizeisprecher bei der BBC zitiert. Im Zusammenhang mit dem Vorfall sollen zwei Personen festgenommen worden sein.
Englische Ansage von WM-Schiri wird Netz-Hit in Brasilien
Mit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung hat der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Brasilien unfreiwillig einen Internet-Hit gelandet. Auslöser war die Erklärung einer Roten Karte gegen Südafrikas Themba Zwane wegen einer angeblichen Tätlichkeit nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten. Dabei sorgten sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung der Ansage für zahlreiche Reaktionen. Sampaio sagte sinngemäß, Angreifer Nummer 11 habe ein schweres Foul begangen und den Verteidiger im Gesicht getroffen; deshalb gebe es direkten Freistoß und Rot. Im Original sagte er: „After review, attacker number 11 commit serious foul play, and arm direct the face the defender. Decision: direct free kick, red card.“ Manche Nutzer fühlten sich an den früheren Trainer Joel Santana erinnert, der wegen seiner markanten englischen Aussprache in Brasilien Kultstatus erlangte. Andere zogen Parallelen zu einem viel beachteten englischsprachigen Auftritt des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2025. Besonders häufig geteilt wurden zudem Bilder südafrikanischer Spieler, die während der Durchsage sichtbar irritiert wirkten. Sampaio stand im Eröffnungsspiel allerdings nicht nur wegen seiner englischen Durchsage im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot – das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben.
Iranischer Verband: Fifa-Präsident hält Versprechen nicht ein
Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.
Das war die WM-Nacht: US-Party und Italiens Ärger
Traum-Auftakt für die USA: Der Co-Gastgeber ist mit viel Schwung und einem sehr überzeugenden Sieg gegen Paraguay in die Heim-WM gestartet. Beim 4:1 (3:0) in Inglewood bei Los Angeles sorgten Doppeltorschütze Folarin Balogun (31. Minute/45.+5) und Giovanni Reyna (90.+8) nach einem Eigentor von Damian Bobadilla (7.) für ausgelassene Stimmung. Mauricio gelang für die Südamerikaner nur noch der Ehrentreffer (73.). Zahlreiche Promis wie Tom Cruise, David Beckham und US-Außenminister Marco Rubio verfolgten die Partie auf der Tribüne. Damit sind alle drei Gastgeber sehr gut bis ordentlich ins XXL-Turnier gekommen. Mexiko hatte das Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0 gewonnen, Kanada trennte sich am Freitagabend nach einem Rückstand 1:1 von Bosnien-Herzegowina.
WM mit 228 Teams? Infantino verärgert Italien mit Witz
Das kam in Italien nicht gut an: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit einer scherzhaft gemeinten Bemerkung über die große WM-Misere des viermaligen Fußball-Weltmeisters Kritik ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich Infantino über das erneute Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung der WM auf 64 Teams grinsend sagte: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams – oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams.“
Kanada holt gegen Bosnien ersten WM-Punkt überhaupt
Kanada hat sein WM-Trauma auch im siebten Anlauf nicht überwinden können, eine Auftaktpleite beim XXL-Turnier aber abgewendet. Der Co-Gastgeber verbuchte mit dem 1:1 (0:1) gegen Bosnien-Herzegowina zumindest einen Punkt, wartet bei seiner insgesamt dritten WM-Teilnahme jedoch weiter auf den ersten Endrundensieg. Vor 43.002 Zuschauern in Toronto brachte Jovo Lukic Bosnien-Herzegowina in der 21. Minute in Führung, diese glich Cyle Larin (80.) aus. Durch das Remis erhielten sich beide Teams in der Gruppe B die Chance auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde. Weitere Vorrundengegner sind Katar und die Schweiz, die am Samstag aufeinandertreffen. Bei den bisherigen WM-Teilnahmen 2022 und 1986 hatte Kanada alle sechs Spiele verloren.
Halbleere Ränge bei WM-Eröffnungsparty in Toronto
Bei der offiziellen WM-Eröffnungsfeier in Kanada sind tausende Plätze im Stadion von Toronto leer geblieben. 90 Minuten vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels des Co-Gastgebers gegen Bosnien-Herzegowina befanden sich etliche Fans noch auf dem Weg zur Spielstätte. Wer nicht rechtzeitig da war, verpasste eine schwungvolle Zeremonie, die die Vielfalt Kanadas – sowohl der Einwohner als auch der Natur – zum Ausdruck brachte und einige musikalische Highlights bot. So traten unter anderem die bekannte Popsängerin Alessia Cara und der Rapper Vegedream auf. Besonders bejubelt wurde später der Auftritt des fünffachen Grammy-Preisträgers Michael Bublé, ehe Rockstar Alanis Morissette mit der Intonierung der kanadischen Nationalhymne für einen Gänsehaut-Moment sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Arena dann auch weitgehend gefüllt.
Das bringt der morgige WM-Tag: US-Team mit Auftaktspiel und Eröffnung des German House of Soccer
Nach Mexiko und Kanada steigt am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit auch der dritte Gastgeber in die Fußball-Weltmeisterschaft ein. Die USA sind gegen Paraguay gefordert und hoffen auf einen Auftaktsieg. Am Abend dann will die Schweiz ihrer Favoritenrolle gegen Katar gerecht werden.
Die Spiele des WM-Tages
- 3.00 Uhr (MagentaTV): USA-Paraguay – die USA sind nach 32 Jahren wieder WM-Gastgeber und wollen zumindest die Gruppenphase überstehen. Paraguay ist erstmals seit der WM 2010 in Südafrika wieder dabei. Ein Testspiel zwischen beiden Teams im vergangenen November gewannen die USA mit 2:1.
- 21.00 Uhr (ZDF und MagentaTV): Katar-Schweiz – nach der Heim-WM 2022 hat sich Katar erstmals sportlich für eine Endrunde qualifiziert. Gegen die Schweiz ist das arabische Land aber Außenseiter. Die Eidgenossen treten mit einigen Bundesliga-Profis an, darunter Gregor Kobel von Borussia Dortmund, Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach und Johan Manzambi vom SC Freiburg.
Was passiert sonst noch? In Manhattan findet am Samstag um 2.00 Uhr deutscher Zeit die offizielle Eröffnung des German House of Soccer statt. In der Event Location „Chelsea Industrial“ unweit des Hudson Rivers im Herzen von New York soll es eine Begegnungsstätte, die deutsche Fußball-Kultur vermittelt, und einen Treffpunkt für Fans und Medien sowie Partner des DFB geben. Bei der Eröffnung sind unter anderem DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Sportdirektor Rudi Völler dabei.



