Gewalt bei Demonstrationen gegen G7-Gipfel
Am Sonntag sind die Proteste gegen den Gipfel der sieben führenden Industrienationen in Évian eskaliert. In der nahe gelegenen Schweizer Stadt Genf kam es zu schweren Krawallen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor.
Die Ausschreitungen begannen am späten Nachmittag, als mehrere hundert Menschen versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Ordnung wiederherzustellen. Nach Angaben der Behörden wurden mehrere Personen festgenommen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.
Die Proteste richten sich gegen die Politik der G7-Staaten, insbesondere in den Bereichen Klima, soziale Ungerechtigkeit und globale Wirtschaft. Die Demonstranten forderten mehr Engagement für den Umweltschutz und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands.
Der G7-Gipfel in Évian, der vom 14. bis 16. Juni stattfindet, wird von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Bereits im Vorfeld hatten mehrere Organisationen zu friedlichen Protesten aufgerufen. Die Ereignisse in Genf zeigen jedoch, dass die Spannungen hoch sind.
Die Polizei appellierte an die Demonstranten, friedlich zu bleiben, und kündigte an, gegen gewalttätige Aktionen konsequent vorzugehen. Die Stadt Genf war am Abend weitgehend ruhig, aber die Behörden bleiben in Alarmbereitschaft.



