BVB-Legende Jürgen Kohler kritisiert Nico Schlotterbeck nach Bayern-Duell: "Fehlt noch etwas"
Kohler kritisiert Schlotterbeck: "Fehlt noch etwas"

BVB-Legende Jürgen Kohler übt deutliche Kritik an Nico Schlotterbeck

Im Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München standen gleich zwei entscheidende Duelle zwischen Nico Schlotterbeck und Josip Stanisic im Mittelpunkt des Geschehens. Eines dieser Zweikämpfe führte schließlich zu einem umstrittenen Strafstoß, der die Partie maßgeblich beeinflusste. BVB-Abwehrlegende Jürgen Kohler, Weltmeister von 1990, nahm im SPORT1 Doppelpass kein Blatt vor den Mund und äußerte sich kritisch zum Verhalten des Dortmunder Innenverteidigers.

Analyse des Elfmeter-Szenarios: Schlotterbeck in ungünstiger Position

In der 71. Spielminute kam es zur entscheidenden Szene: Michael Olise spielte den Ball zu Josip Stanisic, der tief in den Dortmunder Strafraum eindrang. Nach einem geschickten Haken zog Nico Schlotterbeck sein Bein nicht rechtzeitig zurück, es folgte der Kontakt, und Schiedsrichter Sven Jablonski entschied auf Elfmeter. Harry Kane verwandelte den Strafstoß souverän und besiegelte damit letztlich die Niederlage des BVB.

„Nico hat eigentlich die bessere Position“, analysierte Jürgen Kohler im Doppelpass und fügte präzise hinzu: „Dann muss ich mich eben nach innen stellen, damit Stanisic die Innenbahn nicht mehr nehmen kann. Ich muss mich nur noch reindrehen. Nico geht eigentlich verkehrt zum Ball. Das sollte einem richtig guten Abwehrspieler nicht so oft passieren. Aber da ist es halt passiert.“

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Kohler erkennt wiederkehrende Muster bei Schlotterbeck

Die entscheidende Frage lautete: Sind solche defensiven Fehler bei Nico Schlotterbeck eher die Ausnahme oder bereits zur Regel geworden? Jürgen Kohler, der 1997 mit dem BVB unter Ottmar Hitzfeld die Champions League gewann, antwortet differenziert: „Es ist schon wesentlich besser geworden, aber er hat immer noch ein Muster“, erklärte der Experte und zog einen interessanten Vergleich: „Wie Upamecano und Tah übrigens auch. Die haben auch Muster drin, die noch nicht ideal gelöst sind. Es sind gute Abwehrspieler, aber um Top-Abwehrspieler zu werden, fehlt noch etwas.“

Gegen den FC Bayern erlebte Nico Schlotterbeck ohnehin ein Spiel der Extreme, das von Höhen und Tiefen geprägt war. Bereits in der 18. Minute hatte der Nationalspieler großes Glück, als er bei einem robusten Zweikampf Josip Stanisic mit offener Sohle am linken Bein traf. Schiedsrichter Sven Jablonski beließ es bei einer Gelben Karte – eine Rote Karte blieb aus. „Ich habe das Gefühl, dass ich erst am Ball war und dann ihn schon ordentlich treffe“, kommentierte Schlotterbeck selbst diese unglückliche Szene im Nachhinein.

Schlotterbeck mit gemischter Leistung im Topspiel

Trotz der kritischen Situationen zeigte Nico Schlotterbeck auch positive Aspekte seines Spiels. In der 26. Minute erzielte der Innenverteidiger per Kopf die Dortmunder Führung und begeisterte damit die heimischen Fans. Allerdings riskierte er anschließend eine erneute Verwarnung, als er beim Torjubel über die Bande sprang und mit den Anhängern feierte. Am Ende musste sich der BVB dennoch knapp mit 2:3 geschlagen geben, was die Analyse von Jürgen Kohler zusätzlich unterstreicht.

Die Kritik des BVB-Idols fokussiert sich insbesondere auf die wiederkehrenden Muster in Schlotterbecks Defensivverhalten. Kohler betont, dass zwar Fortschritte erkennbar seien, aber für die Entwicklung zum absoluten Top-Abwehrspieler noch entscheidende Verbesserungen notwendig sind. Diese Einschätzung eines erfahrenen Weltmeisters und Champions-League-Siegers gibt sicherlich Anlass zur Reflexion sowohl für den Spieler selbst als auch für das Trainerteam von Borussia Dortmund.

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