Die Bundesliga-Frauen von Bayer Leverkusen haben im Trainingslager eine außergewöhnliche Teambuilding-Aktion durchgeführt: Sie hüteten 400 Comburger Fuchsschafe. Die Idee dazu stammt von Simon Borgmann, dem Sportpsychologen der Mannschaft. Auf dem Programm stand ein vier Kilometer langer Treck durch Felder, Obstwiesen, Hecken, Engstellen und hohes Gras in Markt Erlbach, gemeinsam mit Schäfer Florian Hirsch.
Überraschende Trainingseinheit für die Spielerinnen
Für das Team um die DFB-Nationalspielerin Carlotta Wamser (22) kam die Aktion überraschend. Die Spielerinnen mussten die Herde von einem Punkt zum anderen führen. „Wir sind Bayer Schäferkusen“, scherzte Carolin Simon (33), die nach sieben Jahren beim FC Bayern nach Leverkusen zurückgekehrt war. „Wir hüten Schafe und bringen sie von A nach B – im besten Fall...“
Die Strecke war anspruchsvoll, doch die Mannschaft meisterte die Aufgabe. „Auf dem Platz sind Aspekte wie Führung, Verantwortung, Ausstrahlung und Kommunikation sehr wichtig. Auf all das kommt es auch an, wenn man einer Schafherde gegenübertritt. Die Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt und keinerlei Berührungsängste gezeigt. Die Spielerinnen haben sich von Etappe zu Etappe stetig verbessert und die Verantwortung innerhalb der Gruppe sehr gut verteilt“, erklärte Borgmann auf Nachfrage.
Positive Resonanz im Team
Die Aktion kam bei den Spielerinnen gut an. „Das war ein außergewöhnliches und cooles Teambuilding. Es war spannend zu sehen, wie die Dynamik in einer Schafsherde funktioniert. Vieles davon lässt sich auch auf das Zusammenspiel in einem Fußballteam übertragen“, sagte die österreichische Nationalverteidigerin Claudia Wenger (25), die seit 2025 für Bayer spielt.
Leverkusen belegte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison Platz 5 und verpasste nur knapp die Qualifikation zur Champions League. Am heutigen Samstag (16 Uhr) steht ein Test über 4 × 30 Minuten gegen Slovan Liberec an – mit dem Ball und ohne Schafe.



