Die Beförderung von Max Lieberknecht (28) zum Co-Trainer des 1. FC Kaiserslautern hat für erhebliche Unruhe gesorgt. In den sozialen Medien wurde der Schritt als Vetternwirtschaft kritisiert. Nun äußert sich Chef-Trainer Torsten Lieberknecht (52) exklusiv gegenüber BILD zu den Vorwürfen und stellt klar: Die Entscheidung sei nicht allein von ihm getroffen worden.
Soziale Medien reagieren mit Häme
„Es ist mittlerweile ein Teil der Gesellschaft, den man einfach annimmt“, sagt Torsten Lieberknecht gelassen über den Hass im Netz. Der 52-Jährige versteht die Aufregung nicht, denn die Entscheidung für seinen Neffen sei kein Alleingang gewesen: „Die Entscheidung für Max ist nicht nur von mir getroffen worden, sondern auch die Gedankengänge von Thomas und Marcel (Hengen und Klos, d. Red.) waren ausschlaggebend, weil er in dem Jahr als Analyst hier eine sehr, sehr gute Arbeit gemacht hat.“
Lehrgangsbester mit B-Lizenz
Um die Kritiker endgültig zu überzeugen, hebt der Trainer die Qualifikation seines Neffen hervor: „Wer seinen Werdegang kennt, weiß: Er war Lehrgangsbester bei der B-Lizenz und als Jahrgangsjüngster dabei!“ Damit untermauert Lieberknecht, dass Max die Position nicht nur seinem Nachnamen verdankt. „Man weiß, dass er die nötige Fachlichkeit besitzt“, betont der Coach und ergänzt: „Er ist Teil des Trainerteams und jemand, der sich beharrlich dorthin gearbeitet hat.“
Familiäre Beziehung als Vorteil?
Auf die Frage, wie das familiäre Verhältnis die tägliche Arbeit beeinflusst, zeigt sich Lieberknecht zuversichtlich: „Ich traue ihm das mit der nötigen Distanz zu – und nicht nur ich, sondern auch die Geschäftsführung und der Sportdirektor.“ Der FCK-Trainer und die Vereinsführung stehen geschlossen hinter Max Lieberknecht. Nun muss der 28-Jährige auf dem Platz beweisen, dass er den Erwartungen gerecht wird.



